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Streit im Kreistag um Mündener Klinik

Linke wollen Krankenhäuser in öffentlicher Hand halten Streit im Kreistag um Mündener Klinik

Die Diskussion um die Zukunft der Krankenhäuser in Münden hat zu einem Schlagabtausch im Göttinger Kreistag geführt. Die Linken wollen die Krankenversorgung in öffentlicher Hand lassen, der Landkreis soll die Kliniken übernehmen. Andere halten den Vorschlag für unrealistisch und unverantwortlich.

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Krankenhaus Hann. Münden

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Umzug, Zusammenführung, Insolvenz und Verkaufsverhandlungen: Um die Mündener Kliniken wird zurzeit heftig gerungen. Inzwischen scheint der Verkauf an einen privaten Betreiber  vor dem Abschluss zu stehen. Noch in der Zielgeraden wollen die Linken das verhindern. Ihr Vorschlag: Der Landkreis übernimmt die Trägerschaft – mit Unterstützung des Landes. Ein privater Unternehmer werde unter betriebswirtschaftlichen Aspekten handeln, erklärte dazu der Fraktionsvorsitzende Eckhard Fascher, die Krankenversorgung reduzieren und das Personal abbauen oder schlechter bezahlen.

Der einstige Gewerkschafter und jetzige SPD-Abgeordneten Ronald Schminke hingegen wirft den Linken vor, „auf unverschämte Weise die Interessen der Beschäftigten zu schädigen, um sich selbst zu profilieren“. Die Partei würde wissentlich mit falschen Behauptungen argumentieren und damit einen  offenbar bevorstehenden guten Verkaufsabschluss gefährden. Ähnlich argumentierte Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD). Eine qualitativ hohe und wohnortnahe Krankenversorgung sei natürlich wünschenswert, so Reuter. Das sei in kleinen ländliche Städten allerdings nur noch schwer finanzierbar – allenfalls mit hohen Defiziten. Und das Land ziehe sich immer weiter aus dieser Sparte zurück.

Moderne Kliniken ließen sich nur mit hoher Finanzkraft, Qualifikation und  Erfahrung erfolgreich betreiben, so Reuter. Der Kreis habe davon nichts in der Hand. Der Antrag der Linken erzeuge Illusionen und verunsichere Belegschaft wie Patienten. Der Finanzausschuss soll sich weiter mit dem Antrag befassen.

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