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Uniformen für Bayern

Logistik Zentrum Niedersachsen Uniformen für Bayern

Im Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) in Hann.Münden herrscht derzeit Hochbetrieb. Der landeseigene Betrieb hat in dieser Woche damit begonnen, einen neuen Großkunden zu beliefern.

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Dienstkleidung für den Freistaat: LZN-Geschäftsführer Frank Hintze vor einer langen Reihe mit Uniformjacken, die demnächst an die Polizei- und Justizbehörden in Bayern ausgeliefert werden.

Quelle: pid

Hann. Münden. 18 Monate lang werden die Mitarbeiter jeden Tag zusätzlich zum bisherigen Geschäftsbetrieb 130 große Pakete packen und versenden. Empfänger der rund zwei Tonnen schweren täglichen Fracht ist der Freistaat Bayern: 33.000 Beamte der bayerischen Polizei und der bayerischen Justiz werden über das LZN mit neuer Dienstkleidung ausgestattet.

Gründung 2001

Der Großauftrag zeigt, dass der niedersächsische Landesbetrieb sich inzwischen auch bundesweit als Ausstatter für Behörden einen Namen gemacht hat. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat sich der Kundenkreis kontinuierlich vergrößert.

So beziehen inzwischen nicht nur die Polizeibeamten in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihre Uniformen aus Hann.Münden, sondern auch die Justizbehörden mehrerer Bundesländer, außerdem 14 Landesforsten sowie das Bundesamt für Güterverkehr.

Auch mehrere Großstädte nutzen das LZN-Dienstleistungsangebot, um die Mitarbeiter ihrer Ordnungsämter mit einheitlicher Kleidung auszustatten. „Mit Ausnahme von Thüringen und dem Saarland liefern wir inzwischen in sämtliche Bundesländer“, sagt LZN-Geschäftsführer Frank Hintze. Mit dem Auftrag aus Bayern beziehen nunmehr fast 100.000 Beamte ihre Dienst- und Schutzkleidung aus Hann.Münden.

16 Kilo

In den Paketen mit den neuen blauen Uniformen für die Polizei und Justiz in Bayern befinden sich 24 Artikel, unter anderem Hosen, Jacken, Hemden, Mützen, Socken, Schuhe sowie die entsprechenden Dienstabzeichen. Insgesamt wiegt die Ausstattung 16 Kilo.

Um die Aufträge möglichst schnell und effizient abwickeln zu können, bedient sich der landeseigene Betrieb einer eigens entwickelten Spezialsoftware. Die Logistik-Mitarbeiter sind alle mit Handscannern ausgerüstet, auf denen jeweils vier Aufträge angezeigt werden, die sie dann gleichzeitig abarbeiten. Auf den Scannern können sie ablesen, wie sie die Waren auf kürzestem Wege und mit möglichst wenig Aufwand aus dem Lager heraussuchen können. „Mit diesem speziell auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen System sind wir auf dem neuesten Stand der Technik“, sagt Hintze.

Drei Monate Zeit

Derzeit hat das LZN mehr als 700 Artikel auf Lager, insgesamt rund 4000 Positionen. Damit es möglichst keine Lieferverzögerungen gibt und keine Ladenhüter, läuft auch die Bevorratung nach einem genau ausgetüftelten System. „Alle Waren sollen möglichst innerhalb von drei Monaten umgeschlagen werden“, erläutert Logistikleiter Gerhard Blackert.

Um den Bedarf möglichst genau kalkulieren zu können und die passenden Mengen für die jeweiligen Größen auf Lager zu haben, wird die Programmierung auf die aktuelle Kundenstruktur abgestimmt. So hat sich beispielsweise in den vergangenen Jahren der Frauenanteil bei der Polizei erhöht. Auch die Alterszusammensetzung müsse bei den Planungen berücksichtigt werden, sagt Hintze. Berufsanfänger seien meist schlanker als Beamte, die kurz vor dem Ruhestand stehen.

Von Heidi Niemann

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