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Flüchtlingsheim ohne Flüchtlinge

Vereinskrankenhaus Münden Flüchtlingsheim ohne Flüchtlinge

Die Umbaupläne für das ehemalige Vereinskrankenhaus Münden zu einer Flüchtlingsunterkunft müssen nun selbst umgebaut werden. Grund: Es kommen viel weniger Flüchtlinge in die Region als erwartet. Das hat die Göttinger Kreisverwaltung entschieden.

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Ehemaliges Mündener Vereinskrankenhaus

Quelle: Hinzmann/Archiv

Hann. Münden/Göttingen. Ursprünglich sollten der Kopfbau und das Gartenhaus für die vorübergehende kurzfristige Erstbelegung mit Flüchtlingen vorbereitet werden. Für die Unterbringung sollten die Räume nur geringfügig hergerichtet und um einige Sanitäranlagen erweitert werden. Zeitgleich sollte mit dem Umbau zweier Ebenen im Winkelbau für die mittelfristige Belegung begonnen werden. Dafür wurden im Haushalt 2016 drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Danach sollten die Umbauarbeiten im Winkelbau fortgeführt und auf das geplante Begegnungszentrum und einen weiteren Flüchtlingswohnbereich ausgeweitet werden. Gleichzeitig sollte mit dem Umbau von Gartenhaus und Kopfbau für die langfristige Flüchtlingsunterbringung begonnen werden. Dafür wurde für das Haushaltsjahr 2017 mit weiteren 3,6 Millionen Euro gerechnet.

Die stark gesunkenen Flüchtlingszahlen haben aus diesen plänen Makulatur gemacht. Die Kreisverwaltung beabsichtigt nun, auf die kurzfristige vorübergehende Flüchtlingsbelegung im Kopfbau vollständig zu verzichten und zu Beginn des Jahres 2017 nur 30 Personen im Gartenhaus unterzubringen. „Gleichzeitig“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung an die Kreistagsabgeordneten, „sollen die Ebenen 2 und 3 des Winkelbaus für eine mittel- bis langfristige Unterbringung von weiteren 110 Personen ausgebaut werden, so dass in diesem Bereich abgeschlossene Wohnungen für Familien, Wohngemeinschaften und Mehrbettzimmer für Alleinreisende sowie ein getrennter Wohnbereich für allein reisende Frauen entstehen.“ Die obere Etage des Winkelbaus soll vorerst Verwaltungsbereich bleiben und nicht zu Wohnzwecken umgestaltet werden, „weil derzeit die Notwendigkeit für weiteren Wohnraum nicht besteht“.

Wegen der rückläufigen Flüchtlingszahlen soll zudem auf die zunächst geplante zentrale Verpflegung über eine Großküche im Winkelbau verzichtet werden. Stattdessen sollen in Wohnungen und Wohnbereiche Küchen zur Selbstversorgung eingebaut werden.

Mit den geänderten Umbauplänen befasste sich am Dienstagnachmittag der Finanzausschuss des Landkreises. Die geänderten Umbaupläne der Kreisverwaltung fanden die ungeteilte zustimmung der Ausschussmitglieder.

Finale Kreistagssitzung

Die geänderten Umbaupläne für das ehemalige Vereinskrankenhaus Münden befasst sich auch der Göttinger Kreistag in seiner letzten Sitzung in der bisherigen Zusammensetzung am Mittwoch, 19. Oktober. Weitere Themen sind der nahverkehrsplan des Zweckverbands Verkehrsverbund Südniedersachsen, der Hochwasserschutz in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen, die mögliche Einspeisung von Salzwasser des Kaliproduzenten K+S in die Oberweser, die Abfallwirtschaftssatzung für den Altkreis Göttingen und der Landschaftsrahmenplan. Die Sitzung im Ratssaal des Neuen Rathauses Göttingen am Hiroshimaplatz beginnt um 15 Uhr.

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