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Villa in drei Teile gesägt

Hann. Münden Villa in drei Teile gesägt

Es ist ein ungewöhnlicher Anblick: Im Mündener Stadtteil Kattenbühl steht ein Haus, dem die Mitte fehlt. Die Villa, in der sich das Wasserwerk befindet, wurde in drei Teile zersägt, um den darunterliegenden Brunnen zu erneuern.

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Quelle: aw

Hann. Münden. Aus einer Tiefe von 125 Metern wird an dieser Stelle Trinkwasser gefördert. Die alten und teilweise verrosteten Rohre und Filter hätten erneuert werden müssen, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass der Brunnen versiegt, erläutert Jens Steinhoff, Technischer Leiter der Versorgungsbetriebe Münden (VHM).

Dass dafür das Haus zerteilt werden musste, erklärt sich durch die Größe des Werkzeugs, mit dem am Pommernplatz seit September gearbeitet wird. Der Bohrer überragt das Hausdach um einige Meter. Daher mussten Experten einer Abbruchfirma Teile der Villa entfernen. Zusätzlich eingezogene Stahlträger und Stützen bewahren das um 1960 gebaute Haus vor dem Einsturz.

Die Kosten für die Erneuerung des Brunnens bewegen sich laut VHM im hohen sechsstelligen Bereich. Dass hier eine solche Summe investiert werde, liege vor allem darin begründet, dass  man an dieser Stelle das unbefristete Recht habe, Trinkwasser für die Mündener Bevölkerung zu fördern. Gehe dieses Wasserrecht verloren, bekomme man es nicht wieder, so Steinhoff.

Das Wasserwerk Kattenbühl, das seinen Betrieb voraussichtlich im April 2017 wieder aufnehmen soll, ist eine von drei Anlagen, die Mündens Wasserversorgung gewährleisten. Zwei weitere stehen in der Straße am Wiesenpfad und am Blümer Berg. Aber bisher ist die  Villa am Pommernplatz das einzige Haus, dem einmal die Mitte fehlte. ms

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