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Islamismus und Islamfeindlichkeit

Demokratiekonferenz Islamismus und Islamfeindlichkeit

Islamismus und Islamfeindlichkeit – um diese gegensätzlichen Pole ging es bei der zweiten Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen. Zu Gast war der Islam- und Politikwissenschaftler Dr. Menno Preuschaft vom Landespräventionsrat.

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Quelle: GT

Hann. Münden. Er ist im Rahmen eines Projekts aktiv, das sowohl salafistischer Radikalisierung als auch der Islamfeindlichkeit vorbeugen will. Es handele sich dabei um zwei radikale Ausprägungen, die im Grunde auf eine gemeinsame Ursache zurückgingen, nämlich auf Fremdheitserfahrungen, die instrumentalisiert würden, erklärt Mathis Weselmann von der Partnerschaft für Demokratie. Rechtsextreme forderten aufgrund der Fremdheitserfahrungen Moscheeverbote, radikale salafistische Prediger  leiteten aus Fremdheitserfahrungen eine Unterdrückung des Islam ab. Es müsse deutlich unterschieden werden zwischen der islamischen Religion und dem Islamismus, der eine politische Ideologie sei, betonte Weselmann. 
Und das Gegenmittel gegen die Radikalisierung auf beiden Seiten? Reden, reden, reden, lautet die Antwort von Weselmann in Anlehnung an Preuschaft. Wichtig seien die Begegnungen, bei denen auch Vorurteile thematisiert werden könnten. Es sei wichtig, ins Gespräch zu kommen – wie eben auch bei der Demokratiekonferenz.
Hasan Akman von der muslimischen Ditib-Gemeinde las bei der Konferenz aus einem Schmähschreiben an die Gemeinde vor, in der den Mitgliedern mangelnde Integrationswilligkeit vorgeworfen wird. Alle zwei bis drei Monate erreiche ein solches Schreiben die Gemeinde, sagte Akman. Das sorge dann für Empörung und eine gedämpfte Stimmung in der Gemeinde, die sich um Integrationsarbeit bemühe. Wichtig sei immer die direkte Begegnung miteinander, meinte Akman. Dabei könnten Fragen geklärt werden. Die Ditib-Moschee in Münden stehe Gruppen für Besuche offen.
Die Partnerschaft für Demokratie ist ein Netzwerk von regionalen Akteuren, die sich für Vielfalt, Demokratie und Toleranz einsetzen. Bei der zweiten Demokratiekonferenz kamen rund 50 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Die Partnerschaft für Demokratie organisiert und unterstützt Aktionen gegen Rechtsextremismus mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. Für das Bündnis gibt es eine Koordinierungsstelle, die von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen und dem Landkreis Göttingen getragen wird.  bar
Ansprechpartner: mikis rieb, Telefon: 05 51/5 25 91 64, E-Mail rieb@landkreisgoettingen.de; mathis weselmann, Telefon 05 51/4 88 64 13, E-Mail: m.weselmann@bildungsgenossenschaft.de 

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