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20 Minuten Stromausfall pro Jahr

Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar 20 Minuten Stromausfall pro Jahr

Bei einem Erörterungstermin zu Planung und Bau der 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar am Montag in Northeim haben Bürger Kritik nicht nur an der Planung, sondern auch am Projekt selbst vorgetragen. Auch das Informationsverhalten von Behörden und des künftigen Netzbetreibers Tennet wurde kritisiert.

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Quelle: dpa

Northeim. Betroffen ist der Trassenabschnitt B zwischen den Umspannwerken Lamspringe und Hardegsen. Geplant ist eine Trasse, die von Lamspringe aus westlich von Einbeck über Hollenstadt bis zum Abschnittsende östlich von Hardegsen verläuft. Mit der Höchstspannungsleitung soll vor allem Windkraftstrom aus dem norddeutschen Raum nach Süden weitergeleitet werden.

Bei dem Erörterungstermin in der Northeimer Stadthalle gab es auch grundsätzliche Kritik an dem Vorhaben. So fragte eine Bürgerin, wozu die neue Höchstspannungsleitung überhaupt notwendig sei, wo doch Deutschland bereits von reichlich Stromleitungen durchzogen sei: „Wir haben eine so gute Versorgung, dass wir nicht andauernd neue Leitungen bauen müssen“, erklärte die Frau unter Applaus. Der Verdacht dazu: Die alten Leitungen seien unzureichend gewartet worden.

Das wies ein Tennet-Sprecher zurück. Die Leitungen seien regelmäßig gewartet worden - daher gebe es in Deutschland kaum Stromausfälle. Im Schnitt müssten Verbraucher pro Jahr mit 20 stromlosen Minuten rechnen. Dennoch bleibe der Bedarf für eine neue Leitung bestehen. Im Gegensatz zu der anderen Nord-Süd-Höchstspannungsleitung Südlink sei Wahle-Mecklar auch lokal bedeutsam, weil sie auch erlaube, Strom ins untergeordnete regionale Netz einzuspeisen. Der Kritik an lückenhaften rechtlichen Grundlagen und bereitgestellten Unterlagen und konterten und die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Planfeststellungbehörde mit dem Hinweis, dass dies nicht am Bedarf ändere. hein

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