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Debatte um Ehrengaben für Northeimer Kreistagsmitglieder

„Horrende Summen“ für goldene Ehrenringe Debatte um Ehrengaben für Northeimer Kreistagsmitglieder

Ein goldener Ehrenring im Wert von 650 Euro steht Kommunalpolitikern zu, die zehn Jahre lang dem Kreistag Northeim angehören. Drei Politiker erhielten in der vergangenen Woche die Auszeichnung. Für „nicht angemessen“ hält solche Ehrengaben das neue Ratsmitglied Jens Kestner (AfD).

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Der Kreistagsvorsitzende Dr. Hermann Weinreis, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Uwe Schwarz, Frauke Heiligenstadt, Karl-Heinz Hagerodt, Hans-Jürgen Scholz, Nadine Seifert-Doods, Irnfried Rabe, Heiner Hegeler (verdeckt hinten), Eberhard Kunkel, Simon Hartmann, Joachim Suffrian, Hartmut Demann und Rolf Metje (von links).

Quelle: R

Northeim. „Horrende Summen“, sagte Kestner, kämen im Laufe der Jahre für Ehrengaben zusammen. Sie seien in einer Zeit, wo Bedürftige immer seltener Anspruch auf staatliche Leistungen hätten, der Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln. Zustimmung fand er mit seiner Kritik bei Lothar Baumelt (Northeim 21). Dieser kündigte an, in zwei Jahren, wenn er ein Jahrzehnt Kreistagsmitglied sei, auf die Ehrengabe zu verzichten.

Für die Würdigung sprach sich Simon Hartmann (SPD) aus. Ehrenamtliches Engagement, sei es nun in der Kommunalpolitik oder in den Feuerwehren und Sportvereinen, verdiene „höchste Anerkennung“, betonte der Sozialdemokrat. Ehrenämter machten Freude, kosteten aber auch viel Zeit und Kraft neben Beruf und Familie. Niemand kandidiere für den Kreistag, weil er dann Aussicht auf eine Ehrengabe hätte. Hartmann zeigte aber Diskussionsbereitschaft. Es bestehe durchaus „Anpassungsbedarf“, räumte er ein.

Irnfried Rabe (FDP), der sich anstelle des Goldrings für einen Ring aus Silber entschieden hatte, sagte zu Kestner: „Vielleicht werden Sie nach ein paar Jahren im Kreistag moderater darüber denken.“

Goldene Ehrenringe empfingen Hartmut Demann (CDU), Eberhard Kunkel und Hans-Jürgen Scholz (beide SPD). Eine Uhr als alternative Ehrengabe wählten Karl-Heinz Hagerodt, Heiner Hegeler (beide CDU) sowie Rolf Metje (SPD). Mit einer Urkunde und Blumen begnügten sich Simon Hartmann, Frauke Heiligenstadt, Uwe Schwarz, Nadine Seifert-Doods und Joachim Suffrian (alle SPD). Timo Dröge (CDU) verzichtete auf eine Auszeichnung.

Verabschiedung der ausgeschiedenen Kreistagsabgeordneten

Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hat die ehemaligen Kreistagsabgeordneten verabschiedet, die nach Ablauf der Kommunalwahlperiode nun nicht mehr im Kreistag vertreten sind.

Insgesamt handelt es sich dabei um 20 Personen, von denen allerdings nicht alle zur Verabschiedung anwesend waren, wie der Landkreis mitteilt. Die Ausgeschiedenen würdigte Klinkert-Kittel mit einer kurzen Laudatio.

Nicht mehr im Kreistag vertreten sind demnach: Harry Arnemann (Bodenfelde), Andreas Böhme (Uslar), Helmar Breuker (Einbeck), Jeanette Clément (Uslar), Hartmut Demann (Dassel), Otto Gropp (Kalefeld), Jens Hampe (Nörten-Hardenberg), Jürgen Horst (Nörten-Hardenberg), Gabriele Kahn (Uslar), Siegfried Kappey (Einbeck), Eberhard Kunkel (Einbeck), Hans-Joachim Nehring (Einbeck), Heinz Priesing (Uslar), Malte Schober (Northeim), Hans-Jürgen Scholz (Hardegsen), Michael Selke (Hardegsen), Christian Thalheim (Katlenburg-Lindau), Henning Thörel (Einbeck), Martin Wehner (Einbeck) und Jörg Wolkenhauer (Northeim).

 

Einen Blumengruß gab es auch für Rosita Wismach, die ausscheidende Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim, die mit Ablauf des 30.November in Ruhestand gehen wird. Die Landrätin dankte Rosita Wismach dem Landkreis zufolge für deren Einsatz für die Gleichstellung von Frauen und Männern, den sie seit dem 1. April 1994 beim Landkreis Northeim, zunächst als Frauenbeauftragte und dann als Gleichstellungsbeauftragte, geleistet hatte. r

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