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Alte Nutzfahrzeuge auf 6000 Quadratmetern

PS.Speicher Einbeck Alte Nutzfahrzeuge auf 6000 Quadratmetern

Männer stehen in Gruppen zusammen, fotografieren und fachsimpeln. Kinder laufen aufgeregt herum. Tausende Besucher kamen am Sonnabend zur Eröffnung des PS.Depots im Einbecker Otto-Hahn-Park. Dort gibt es auf 6000 Quadratmetern zahlreiche alte Nutzfahrzeuge zu sehen.

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Um eine Attraktion reicher: PS.Speicher in Einbeck.

Quelle: r

Einbeck. „Es freut mich, dass so viele Menschen meine Liebe zu altem, schweren Metall teilen“, meint Michael Stadler. Der Chef der Einbecker Verpackungen GmbH hat dem Oldtimer-Museum PS.Speicher die Halle zur Verfügung gestellt. Vor drei Jahren war sie noch eine Industrieruine. Damals übernahm Stadler das 100000 Quadratmeter große Grundstück, auf dem einst Bosch Küchen produzierte. Heute nutzen die Einbecker Verpackungen und eine andere Firma die 40000 Quadratmeter Hallenfläche wieder gewerblich.

Weil Stadler über genügend Stellfläche verfügt, übernahm er 2015 das von Emil Bölling in jahrzehntelanger Sammlertätigkeit aufgebaute Mobile Nutzfahrzeugmuseum Sittensen. Unternehmer Horst Gassmann, der bisher Flächen zur Verfügung gestellt hatte, suchte einen neuen Ort für die Sammlung. Im vergangenen September überführten zahlreiche Helfer einen Großteil der Fahrzeuge in einem langen Corso nach Einbeck. Nur wenige nicht mehr funktionsfähige Wagen waren mit dem Tieflader zu transportieren.

Sonnabends geöffnet

Das Einbecker PS.Depot ist nur in Begleitung zugänglich. Bis November bietet das Museum über den Einbecker PS.Speicher solche zweistündigen Erkundungen an jedem ersten Sonnabend im Monat an. Die bis zu 25 Personen großen Gruppen fahren vom PS.Speicher aus mit der historischen Eisenbahn Ilmeblitz zum Depot. Gruppen können die Ausstellung nach Anmeldung auch außerhalb dieser Zeit besuchen.

Mehr unter www.Ps-speicher.de

Beim Corso mit dabei war der Einbecker Fernfahrer Peter Steffens, der hinter dem großen Lenkrad eines 125 PS-starken Möbelwagens, Baujahr 1949, saß. „Motor und Rahmen stammen vor der White Motor Company aus dem amerikanischen Cleveland. Den Aufbau fertigten Belgier, wie damals üblich, aus Holz“, erläutert er. Harte Arbeit sei es, das Lenkrad zu drehen. „Bei dem 40-Tonner, den ich sonst fahre, geht das mit dem kleinen Finger“, sagt er. Beim Einparken, wobei immer wieder die schwere Kupplung durchzutreten sei, bade der Fahrer schnell in Schweiß. Ohne einen zweiten Mann im Führerhaus sei die Arbeit nicht zu schaffen.

„So viele Lkw“, freut sich Besucher Oliver Koch, der aus Essen angereist ist. Ihn interessieren vor allem Büssing-Fahrzeuge. „Mein Vater hat dort gelernt. Wir haben noch alte Motor-Konstruktionspläne auf dem Dachboden liegen“, erzählt er. Im Depot gibt es unter anderem einen Büssing Typ VG von 1922 zu sehen, der mangels elektrischem Anlasser mit der Kurbel zu starten ist.

Mit einem Büssing-16-Tonner, Baujahr 1969, ist Ludger Fernströning aus dem Münsterland angereist. Er zeigt seinen 240-PS-starken Oldtimer stolz auf dem Parkplatz.

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