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Altes Kreuz in Northeim rekonstruiert

Gedenken an Wiktor Tomala Altes Kreuz in Northeim rekonstruiert

Auf dem Northeimer Friedhof ist auf dem Grabfeld für Zwangsarbeiter eine Rekonstruktion eines alten Kreuzes zum Gedenken an Wiktor Tomala errichtet worden. Auf Initiative von Ortshistoriker Hans Harer wurde das Kreuz von der Werkstatt-Schule Northeim aus den Resten des alten Kreuzes gefertigt.

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Ewa Messerer am Grab ihres  Großvaters. Im Hintergrund das Erinnerungskreuz.

Quelle: Pförtner

Northeim. Der ehemalige polnische Zwangsarbeiter Tomala verunglückte am 24. Oktober 1945 tödlich im Bürgerholz und seine Arbeitskollegen errichteten dort ein Erinnerungskreuz. Harers Recherchen ergaben, dass Tomala beim Einsturz einer Sandgrube erstickt sei, „gestorben durch einen tragischen Tod“, wie es auf seinem Grabstein hieß.

Am Karfreitag 2014 fand der Jagdpächter Heinz-Jörg Elliehausen Einzelteile des Kreuzes in Bürgerholz und veranlasste, ein neues Kreuz aufzustellen. Im Sommer entstand die Idee, aus den erhaltenen Resten des alten Polenkreuzes, wie es genannt wurde, eine Rekonstruktion zu erstellen. Dieses Projekt übernahmen Schüler der Werk-statt-Schule Northeim unter Anleitung von Thomas Hanelt und Henning Rode. Das erneuerte Kreuz wurde jetzt, 70 Jahre nach dem Tod Tomalas, zusammen mit einer Erinnerungstafel als Mahnzeichen auf dem Grabfeld für Zwangsarbeiter errichtet.

„Anhand dieses Mahnzeichens und durch diese Erinnerungstafel des Volksbundes kann an die Geschichte zumindest eines Zwangsarbeiters exemplarisch erinnert werden“, erklärte Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (parteilos). Bei der Übergabe war auch die Großnichte von Wiktor Tomala, Ewa Messerer aus Ronnenberg dabei, die Hans Harer bei seinen Nachforschungen wichtige Türen öffnete, ebenso Hendrikje Antons und Juliane Schlimme, die in diesem Jahr einen Film über Tomala gedreht haben.

Von Katrin Westphal

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