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Versuchter Raub in Mädchenumkleide

Werkstattschule in Northeim Versuchter Raub in Mädchenumkleide

Der Tatort ist ungewöhnlich, die Art der versuchten Körperverletzung auch: Der 23 Jahre alte Angeklagte soll in der Mädchenumkleide der Werkstattschule in Northeim eine Mitschülerin bedrängt, sie gezwungen haben, unbekannte Pillen zu schlucken und dabei von ihr Geld verlangt haben.

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Der Angeklagte soll eine Mitschülerin gezwungen haben, unbekannte Pillen zu schlucken.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim. Angeklagt ist der Versuch eines schweren Raubes. Doch der Angeklagte bestreitet. Warum sich die Mitschülerin das ausgedacht haben soll, kann er sich auch nicht erklären. Vorgeworfen wird ihm, zwei Mitschülerinnen in den Keller und bis in die Frauenumkleide verfolgt und von einer die 15 Euro Fahrgeld, die sie gerade erhalten hatte, gefordert zu haben. Als sie ihm nichts gab, soll er sie in angrenzenden Waschraum gegen die Wand gedrückt und ihr gewaltsam mehrere unbekannte Pillen in den Mund geschoben haben.

Dann habe er sie gezwungen, diese zu schlucken. Schließlich gab er ohne Beute auf. Die junge Frau sagt als Zeugin, sie habe sich danach den Finger in den Mund gesteckt und die Pillen erbrochen. Gesundheitliche Folgen habe sie nur in psychischer Art gehabt, weil sie unter der Tat gelitten habe. Weder ihrem Freund noch der Mutter habe sie aber davon erzählt. Angezeigt hat sie die Tat erst, als sie ihrem Freund erklären musste, warum ein gemeinsamer Bekannter vom Handy des Opfers aus durch den Angeklagten bedroht worden ist. Denn der soll zu einem anderen Zeitraum auch einmal ihr Handy gestohlen, es für die Drohungen benutzt und später zurückgegeben haben. Danach, sagt die Zeugin, "habe ich ausgepackt".

Die Aussagen der 21-Jährigen sind allerdings widersprüchlich. Bei der Polizei hat sie von "zwei weißen Tabletten", im Gericht nun aber von "drei bis vier verschiedenfarbigen Pillen" gesprochen. Der Staatsanwalt hakt noch bei andreren Widersprüchen nach. Verwunderlich ist auch, dass die Mitschülerin die ganze Zeit dabei gewesen sein soll, der Polizei aber sagte, gar nichts davon zu wissen. Das Gricht sieht deshalb Aufklärungsbedarf. Die Zeugin müsse unbedingt gehört werden, ebenso weitere Zeugen. Der Prozess wird im Oktober fortgesetzt.

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