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Wieder Essensausgabe in Nörten

Ankermahlzeit Wieder Essensausgabe in Nörten

Vorwiegend aus Platzgründen war vor etwa zwei Jahren die Anker-Mahlzeit eingestellt worden. Jetzt hat der Verein Anker im katholischen Pfarrheim für das Essensangebot für Bedürftige, Einsame und Flüchtlinge aus Nörten neue Räume gefunden.

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„Erst Versteinerung, dann Kahlschlag“

Hans-Hermann Hüter und Dörte Garben schenken die erste Anker-Mahlzeit nach zweijähriger Pause aus. Irmtraud Kube (links) nimmt die Hühnersuppe entgegen.

Quelle: Arne Bänsch

Nörten-Hardenberg. „Schön, dass es das Angebot wieder gibt“, freut sich Irmtraud Kube. Die 71 Jahre alte Witwe aus Nörten kennt alle Gäste, die am Mittwoch zur Neuauflage der Anker-Mahlzeit ins katholische Pfarrheim gekommen sind. Die meisten sind alleinstehende Rentner und waren schon früher Stammgäste beim gemeinsamen Mittagstisch des Vereins Anker. So auch Astrid Harenkamp. Die 75-Jährige sagt, sie sei von Anfang an dabei. Weniger aus Gründen der Bedürftigkeit, betont sie wie viele andere an diesem Mittwochmittag auch, sondern vielmehr, um Gesellschaft zu haben und miteinander zu plaudern. „Ich bin nicht hier, weil ich sparen muss, sondern aus Solidarität“, meint Irmtraud Kube. „Von Anfang an dabei“ ist aus diesem Grund auch Astrid Harenkamp. Sich mit anderen zu unterhalten sei immer „ganz nett“, versichert die 75-Jährige. In Gesellschaft zu sein, aber auch „weil ich nur eine kleine Rente habe“, nennt Rosemarie Heilmann als Grund für ihren Besuch bei der Anker-Mahlzeit. Auch sie freut sich über die Neuauflage des Angebotes: „Ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

Hella Petermann hat an diesem Tag auch ein ganz praktischer Grund ins Pfarrheim am Stiftsplatz geführt: „Da braucht man schon einen Tag nicht zu kochen“, sagt die 82-Jährige. Und was Hans-Hermann Hüter und Dörte Garben als „bewährtes Team“ aus den großen Töpfen schöpfen, schmeckt auch Horst Schindler. Der 68-Jährige bereite sich selbst zuhause eher Fertiggerichte zu, gesteht er. Er schätzte die Anker-Essensausgabe auch, „um etwas Unterhaltung zu haben“, sagt er, „weil zuhause selten jemand zu Besuch kommt“.

„Als Treffpunkt und zum Plaudern ist das immer ganz nett“, bestätigt Thomas Opolka. Auch der 53 Jahre alte Single sagt, er sei schon damals zum Essen ins Evangelische Gemeindezentrum gekommen. „Es war sehr schade, dass das eingestellt worden ist“, meint er. Die Räumlichkeiten hätten nicht mehr zur Verfügung gestanden, erläutert Peter von Roden, Sprecher des Vereins Anker. Umso erfreuter sei er, dass die Mahlzeit nun im katholischen Pfarrhaus serviert werden könne.

„Bedürftigkeit kann auch ausgrenzen“, meint Pfarrer Andreas Körner mit Blick darauf, dass der Besuch bei der Anker-Mahlzeit für manchen eine Hemmschwelle darstellen könnte. Daher sei die Essensausgabe als Treffpunkt viel wichtiger, denn es gebe oftmals auch eine soziale Bedürftigkeit. Und so sei jeder willkommen, teilzunehmen.

Zubereitet wird die Anker-Mahlzeit laut von Roden von örtlichen Gastwirten. Auch Manfred Helbig, Mitbegründer des Vereins Anker, stellt sich als Hobbykoch immer mal wieder an den Herd. In Kürze will er eine Kartoffelsuppe kochen, sagt er.

Anker-Mahlzeit

Die Anker-Mahlzeit ist ein Angebot des Vereins Anker Nörten-Hardenberg für alleinstehende Mitbürger, Bedürftige und Flüchtlinge. Örtliche Gastronomen spenden die Lebensmittel und bereiten das Essen vor, ehrenamtliche Helfer servieren die Mahlzeiten. Zunächst wird die Mahlzeit einmal pro Woche mittwochs in der Zeit von 12 bis 14 Uhr im katholischen Pfarrheim am Stiftsplatz in Nörten-Hardenberg gereicht. Die nächsten Termine sind: 30. November sowie 7., 14. und 21. Dezember.      

Wie Anker-Sprecher Peter von Roden mitteilt, hat jetzt die Gemeindeverwaltung Unterstützung zugesagt. Wem der Weg zum Stiftsplatz zu weit ist, der kann sich an die Aktion „Bürger fahren Bürger“ wenden. Dazu ist eine telefonische Anmeldung bis jeweils Dienstagabend, 18 Uhr, im Ankerbüro unter 05503/49048 erforderlich, so von Roden. Das Angebot der Tafel, donnerstags von 14 bis 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, bleibe bestehen. be

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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