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Brückenbau der Bahn: Alles im Zeitplan

Northeim Brückenbau der Bahn: Alles im Zeitplan

Seit etwa einem halben Jahr ist nördlich des Northeimer Bahnhofes Großbaustelle. Tag und Nacht wird hier an dem Großbauprojekt der Deutschen Bahn gearbeitet, denn die beiden Eisenbahnbrücken über die Bundesstraße 241 sollen bis 2018 durch Neubauten ersetzt werden.

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Große Borhmaschienen treiben den Bau voran.

Quelle: Eichner-Ramm

Northeim. Weil rund um die Baustelle relativ viel Platz ist, um etwa Rampen anzulegen, Material zu lagern oder Baumaschinen zu parken, spricht Alexander Karrasch, Projektleiter Regionales Projektmanagement der DB Netz, von einer „Luxusbaustelle“. Weiterer Vorteil sei, dass wegen der Nähe zum Bahnhof und der beiden dreigleisigen Bahnstrecken kein Schienenersatzverkehr notwendig sei. Im Personenverkehr gebe es fast keine Einschränkungen, so Karrasch, lediglich im Güterverkehr wurde die Zahl der Züge für die Dauer der Bauzeit reduziert.

Grundwasser bereitet Schwierigkeiten

Über die beiden 1883 errichteten Eisenbahnbrücken verlaufen die viel befahrenen Bahnstrecken Hannover - Kassel (Trasse 1732 im Westen) sowie Northeim - Nordhausen (Trasse 1810 im Osten). Beide überqueren die Bundesstraße 241, die im Zuge des Brückenneubaus tiefergelegt werden soll. Es soll eine Durchfahrtshöhe von 4,5 Metern geben.

Und genau hier liegt die Schwierigkeit, denn „wir liegen hier im Grundwasserbereich“, erklärt Karrasch. Schon jetzt sei die Straße bei starken Regenfällen überflutet. Daher werde auf einer Gesamtlänge von mehr als 200 Metern ein Trog eingebaut, der Grundwasser heraushalten und Oberflächenwasser per Pumpe in ein Regenüberlaufbecken auf der Westseite der Bahnlinie abgeleiten soll.

Kabelbrücken noch im März

Zurzeit seien die Bauarbeiten gut im Zeitplan, sagt der Projektleiter. Derzeit werden an den Brücken Bohrpfähle in die Erde getrieben. Diese 21,5 Meter langen Bohrpfählen bilden das Fundament für die Hilfsbrücken, die laut Bauzeitenplan Anfang September eingebaut werden. An der westlichen Trasse sind die Bohrpfähle bereits fertig, aktuell sind die weithin sichtbaren Riesenbohrmaschinen an der östlichen Brücke im Einsatz.

Noch im März sollen Kabelbrücken errichtet werden, sämtliche Leitungen und Kabel dann im April verlegt werden. Voraussichtlich ab Mai werden rund um die Baustelle sogenannte Spundwände eingebaut, um die Baugrube für den Bau des Trogs vor Wassereintritt zu schützen.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016