Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Barrierefreier Ausbau gefordert

Bahnhof Nörten-Hardenberg Barrierefreier Ausbau gefordert

„Derzeit ist die Herstellung der Barrierefreiheit in Nörten-Hardenberg in keinem Programm enthalten.“ Das hat eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Tageblatt-Anfrage am Donnerstag mitgeteilt. Die Forderung nach Barrierefreiheit ist schon älter. Jetzt beschäftigt das Thema auch den Kreistag.

Voriger Artikel
Niemand verletzt
Nächster Artikel
Alarmanlage vertreibt Einbrecher

Hat schon 2015 Vorschläge für einen behindertengerechten Ausbau des Bahnhofes Nörten-Hardenberg gemacht: Werner Vollmer.

Quelle: Peter Heller

Nörten-Hardenberg. Dass die DB Station & Service AG laut CDU-Kreistagsfraktion „eine kurzfristige Lösung dieses Problems nicht für machbar hält“, sollte der Landkreis „so nicht hinnehmen“, heißt es in der Begründung des Antrages der CDU zur Kreistagssitzung am Freitag, 8. April. Darin greift die Union im Landkreis Northeim das Thema barrierefreier Bahnhof auf. Sie fordert, dass bei einem Ortstermin alle Akteure an einen Tisch geholt werden sollen - unter der Beteiligung der Bahn, des Behindertenbeirats und des Fleckens Nörten-Hardenberg. Der Landkreis soll nach Vorstellungen der CDU-Kreistagsfraktion eine Vermittlerrolle wahrnehmen. Der Landrätin und früheren Bürgermeisterin von Nörten-Hardenberg, Astrid Klinkert-Kittel (parteilos), „dürfte die Situation ebenfalls ein Begriff sein“, heißt es in der Begründung zum Antrag weiter. In der Tat hat bereits vor einem Jahr die Ratsgruppe SPD/FWG im Rat einen entsprechenden Antrag zum barrierefreien Ausbau des Nörtener Bahnhofes gestellt. Seinerzeit hatte Gruppensprecher Werner Vollmer (SPD) schon darauf hingewiesen, dass „der stark genutzte Bahnhof Nörten-Hardenberg weit hinter den Möglichkeiten der Barrierefreiheit und des Immissionsschutzes“ zurückstehe. Rund 1000 Ein-/Aussteiger pro Tag nennt sogar die Bahn.

Die Ratsgruppe um Vollmer hatte damals auch konkrete Vorschläge unterbreitet, wie Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen zum Bahnsteig 2 gelangen könnten - nämlich über einen Fahrstuhl am südlichen Ende des Bahnsteigs hinauf zur Lauenförder Straße. Das ließe sich Vollmers Überlegungen zufolge verhältnismäßig einfach und günstig umsetzen.

Derzeit ist der Bahnsteig 2 nur über zwei Treppen und durch einen Tunnel erreichbar. Auf die Frage, was Behinderte tun können, wenn sie in Fahrtrichtung Göttingen in Nörten-Hardenberg aussteigen wollen, antwortet die Bahnsprecherin: „Die benachbarten Bahnhöfe Göttingen und Northeim sind behindertengerecht, dort können in Fahrtrichtung Nord-Süd Ausstiege erfolgen.“ Mittel für einen behindertengerechten Ausbau stünden derzeit für Nörten-Hardenberg nicht zur Verfügung und Nörten sei auch nicht im Programm „Niedersachsen ist am Zug“ enthalten, mit dem die DB die Modernisierung ihrer Stationen forciert. Aber immerhin ergab laut Bahn-Sprecherin „eine DB-seitige Vorprüfung“ , dass Vollmers Aufzug-Variante „möglich wäre“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung