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Baugebiet Vogelfleck belastet Haushalt

Hardegsen muss für Defizit von einer halben Million Euro aufkommen Baugebiet Vogelfleck belastet Haushalt

Der Blick auf den Solling sei „unverbaubar“, die Hanglage nach Südwesten „reizvoll“. So bewirbt die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) das Hardegser Baugebiet Vogelfleck. Weil sich die Vermarktung, die 2001 begann, jahrelang dahinschleppte, muss die Stadt nun ein Defizit von 525.000 Euro schultern.

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Der Blick auf den Solling sei „unverbaubar“, die Hanglage nach Südwesten „reizvoll“. So bewirbt die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) das Hardegser Baugebiet Vogelfleck.

Quelle: CR

Hardegsen. „Wir haben die NLG seinerzeit mit der Erschließung und Vermarktung des Baugebiets, das südlich der Kernstadt liegt, beauftragt“, berichtet Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Doch der Verkauf der Grundstücke, der eigentlich 2006 abgeschlossen sein sollte, ziehe sich bis heute hin.

„In den ersten Jahren haben wir 30 der 72 Bauplätze verkauft, aber dann gab es 2006 mit dem Wegfall der Eigenheimzulage einen Einbruch“, berichtet NLG-Vertriebsmitarbeiter Frank Bauer. Die Stimmung auf dem Immobilienmarkt habe sich mit der Finanzkrise von 2008/09 „nicht gerade gebessert“. Erst der Niedergang des Zinsniveaus habe die Nachfrage von 2012 an wieder beflügelt. 2015 seien vier Grundstücke verkauft worden. Derzeit stünden noch drei Grundstücke zur Verfügung, von denen zwei jedoch bereits reserviert seien.

„Die Einnahmen, die durch die Verkäufe noch erzielt werden, verringern das Defizit“, sagt Bürgermeister Kaiser. Doch es bleibe ein Rest von einer halben Million Euro. Die Summe lasse sich immerhin im Haushalt durch Minderausgaben beim Personal aufgrund längerer Erkrankungen sowie durch gute Gewerbesteuereinnahmen ausgleichen. Der Rat der Stadt stimmte der Zahlung zu.

Die Ratsmitglieder gaben zudem grünes Licht für die Bebauung des Drei-Kronen-Areals. Auf dem 3280 Quadratmeter großen Grundstück in Hardegsen, auf dem früher das Hotel Drei Kronen stand, sollen rund 20 Wohnungen entstehen. Auch Gewerbe ist auf der Fläche zwischen zwischen Omnibusbahnhof, Göttinger Straße, Mühlenstieg und der Espolde geplant: Büros, Praxen, ein Café, führte Kaiser aus.

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