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Bedarf an erweiterten Betreuungszeiten

Schulausschuss Nörten-Hardenberg diskutiert mit Lehrkräften und Eltern über Ganztagsschule Bedarf an erweiterten Betreuungszeiten

Unstrittig ist, dass Bedarf an erweiterten Betreuungszeiten für Kinder besteht. Über die Frage, in welcher Form das umgesetzt werden könnte, und die Ergebnisse einer Elternbefragung hat jetzt der Schulausschuss der Gemeinde Nörten-Hardenberg mit Lehrern und Eltern diskutiert.

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Das Thema Ganztagsschule hat gut 50 Zuhörer während der Sitzung des Schulausschusses in der Aula der Johann-Wolf-Schule interessiert. 

Quelle: Wenzel

Nörten-Hardenberg. Im Vorfeld der Sitzung hatte sich die CDU-Fraktion öffentlichkeitswirksam für „ein höherwertiges Bildungsangebot“ an der Johann-Wolf-Grundschule ausgesprochen. Das und der Tagesordnungspunkt Ganztagsschule hatten am Dienstag gut 50 Zuhörer dazu bewogen, zur Ausschusssitzung in die Schulaula zu kommen. Zu Gast waren dort auch Alexandra Meyer von der Astrid-Lindgren-Schule in Northeim und Bärbel Pasternak von der Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen. Die beiden Schulleiterinnen informierten über ihre Erfahrungen – die Northeimer Schule ist eine offene Ganztagsschule, die Göttinger eine teilgebundene.

Hauptamtsleiterin Susanne Glombitza fasste die Eckpunkte der Elternbefragung zusammen. Eltern von 455 Kindern aus sieben Jahrgängen wurden zu ihren Betreuungswünschen befragt. 207 Rückmeldungen habe es gegeben. Davon wünschten sich 80 Prozent zur jetzigen Schulbetreuung zusätzliche Angebote an durchschnittlich vier Tagen pro Woche. Ein deutlicher Bedarf bestehe für die Zeit vor Schulbeginn, auch gebe es Betreuungswünsche bis 17 Uhr.

Während der Diskussion wurde aus den Reihen der Zuhörer verschiedene Aspekte angeprochen, die beachtet werden müssten. So zum Beispiel die besondere Situation der Johann-Wolf-Schule mit der Außenstelle in Angerstein und dem angegliederten Hort. Für Schulelternrat und Schulleitung hat das bestehende Modell mit einer Nachmittagsbetreuung im Hort und einer bedarfsgerechten Erweiterung des Hortangebots Priorität, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Am Ende einigten sich die Gremiumsmitglieder darauf, dass die Verwaltung ein Konzept für die Erweiterung des Betreuungsangebots entwickeln soll. Denkbar sein soll dabei auch ein Ganztagsschulmodell in Kooperation mit dem Hort. Schule, Hort und Träger sollen einbezogen und die Eltern frühzeitig informiert werden.

Adolf-Reichwein-Schule

Die Adolf-Reichwein-Schule in Göttingen ist seit seit 1. August 2015 teilgebundene Ganztagsschule und Schwerpunktschule für Inklusion. 14 der rund 230 Schüler haben Unterstützungsbedarf, so Schulleiterin Bärbel Pasternak. Der teilgebundenen Ganztagsbetrieb (montags bis donnerstags) startete zunächst für die Jahrgänge eins und zwei, die Jahrgänge drei und vier sollen zum neuen Schuljahr dazukommen. An zwei Tagen pro Woche ist verpflichtend Unterricht, an den beiden anderen Tagen gibt es außerschulische Angebote – jeweils bis 15.30 Uhr (verbindliche Abholzeit). Die Schule habe über die Stadt Göttingen einen Vertrag mit dem Verein Kinderhaus, der freitags den Juniorclub anbietet – eine für die Eltern kostenpflichtige Betreuung von 15.30 bis 17 Uhr.

Astrid-Lindgren-Schule

Die Astrid-Lindgren-Schule in Northeim ist eine offene Ganztagsschule, an der die Jahrgangsstufen eins bis vier montags bis donnerstags ab 7.30 Uhr und nachmittags bis 15.30 Uhr betreut werden. Von 140 Schülern seien mehr als 40 Prozent im Ganztagsbetrieb, deutlich mehr nutzten das Mittagessen, so Schulleiterin Alexandra Meyer. Es seien flexible Ausstiegszeiten möglich. Da Eltern Tage und Zeiten der Betreuung frei wählen können, die Planung aber für das ganze Schuljahr gemacht werde, sei das für die Organisation eine Herausforderung. Auch müsse genau auf das Budget geachtet werden. Kooperationen hat die Schule zum Beispiel mit der Kirche und einem Sportverein. Der benachbarte Hort, so Meyer, verzeichne keine Einbußen beim Zulauf der Kinder.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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