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Besuch bei den Nörtener Fachwerk-Schützern

Alles Fachwerk Besuch bei den Nörtener Fachwerk-Schützern

Die Städte Duderstadt, Osterode, Northeim, Einbeck und Hann. Münden haben sich zum Fachwerk-Fünfeck zusammengeschlossen, die Region zum Wohnen, Arbeiten und Leben für die Zukunft attraktiv zu gestalten. Seinen Ursprung hatte diese Idee, das Fachwerk den Menschen wieder näher zu bringen, aber in Nörten-Hardenberg.

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Besuch bei den Fachwerk-Schützern in Nörten-Hardenberg: Andreas Tennstedt (von links), Axel Borbély und Gerhard Jungheim.

Quelle: Peter Heller

Nörten-Hardenberg. Denn hier hatte sich im Jahr 1995 ein Verein gegründet, der sich erst mit der dortigen Geschichte und in diesem Zusammenhang dann auch intensiv mit den gut 200 Fachwerkbauten des Ortes auseinandersetzt. "In Nörten musste etwas passieren, die alten Geschichten mussten für kommende Generationen erhalten werden", berichtet Gerhard Jungheim von der Intention der Gründung.

Ein der Realgemeinde gehörendes Fachwerkhaus in der Langen Straße 38 stand leer, der Verein hat es mit viel Liebe und Eigenmitteln renoviert. Es dient heute als kleines Heimatmuseum mit wechselnden Ausstellungen. Hierin wird auch die Funktion eines Fachwerkhauses erklärt, ein Stück Wand und einige Quadratmeter Decken, zeigen wie von Jahrhunderten sehr nachhaltig gebaut wurde. "Die Bausubstanz des Hauses ist erstklassig", weiß Jungheim, erster Vorsitzender des Vereins. Das älteste Fachwerkhaus in Nörten-Hardenberg stammt aus dem Jahr 1627 und im Ort gibt es einen Fachwerklehrpfad, der am Rathaus beginnt und die Orts- und Baugeschichte im historischen Kernbereich beschreibt.

An jedem ersten Sonntag im Monat finden ab 14 Uhr Fachwerkführungen statt. Treffpunkt ist im Fachwerkhaus, in der Langen Straße 38. Und auch an die Jugend denkt der Verein. Am Montag, 27. Juni, startet im Rahmen des Ferienprogramms des Fleckens, um 10 Uhr in der Langen Straße 38 eine Fachwerk-Schnitzeljagd. bb

Wichtiger Teil der Baukultur

Die Fachwerkarchitektur in Nörten-Hardenberg ist wichtiger Bestandteil der südniedersächsischen Baukultur. Beim Fachwerkbau gibt es a) die Geschossbauweise, bei der Ständer über zwei oder mehr Geschosse durchlaufen. Bei der Stockwerkbauweise b) bildet jedes Stockwerk eine eigene Einheit, die in sich eigenständig abgezimmert ist.

Seit dem 16 Jahrhundert hat sich die Stockwerkbauweise immer weiter durchgesetzt. In Nörten-Hardenberg stammen die ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser aus dem Frühbarock. Im Jahr 1626 wurde der Ort im 30-jährigen Krieg vollständig zerstört, ab aber 1627 wieder aufgebaut. bb

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