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Böse Lästereien im Pfarrheim

Theaterprobe in Lindau Böse Lästereien im Pfarrheim

Frauen und Männer in Bademänteln geben im Pfarrheim den Ton an: Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Lindau probt dort für sieben Aufführungen des Stückes „Der Sauna-Gigolo“, die das Publikum zwischen Freitag, 21. Oktober, und Sonnabend, 5. November, sehen kann.

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Mitglieder der Thaetergruppe in Lindau proben für Aufführungen von „Der Sauna-Gigolo“

Quelle: Thiele

Lindau. „Betreten des Pfarrheims auf eigene Gefahr, Eltern haften für ihre Kinder“, sagt Marion Linnekuhl schmunzelnd. Die Regisseurin und Gründerin der Gruppe habe sich schon beim Lesen des Stückes „gekugelt“, denn es gebe „böse Lästereien“

Nach den Besuchen von Aufführungen der Kolpingsfamilie Bilshausen sei bei ihr vor 14 Jahren der Wunsch gewachsen, auch in Lindau eine Theatergruppe zu gründen. Sie sprach Mitglieder der Kolpingfamilie an, schaltete eine Zeitungsinserat und ging auf potenzielle Mitspieler zu. Mit Erfolg: Es fanden sich genügend Darsteller und schon das erste Stück „Endlich Feierabend“ habe die Zuschauer begeistert, die mittlerweile aus einem Umkreis von Göttingen bis zum Harz kämen.

Böse Sprüche in der Sauna

Eine wichtige Rolle im aktuellen Stück spielen Theresa, Lisbeth und Ursel. Sie verbringen ihre Zeit in der Sauna am liebsten damit, gnadenlos und gemein über die Geschehnisse und Einwohner der Gemeinde abzulästern. Saunameisterin Rita Raffke ist nicht nur von den drei „Giftspritzen“ genervt, sondern auch von ihrem neuen Kollegen Sandro Kern, der ihr mit Muskelshirt und Komplimenten die weiblichen Massagekunden abspenstig macht. Als die drei Damen den Sauna-Schönling erblicken, beginnt zwischen ihnen ein erbitterter Kampf um seine Gunst, die selbst vor der Sabotage von Schwimmärmchen und Sonnenbank-Manipulationen keinen Halt macht.

„Es macht Spaß in eine Rolle zu schlüpfen“, sagt Martin Linnekuhl. Für den 55-Jährigen, der vom ersten Stück an mitspielt ist das Gemeinschaftsgefühl sehr wichtig. „Die Reaktion des Publikums ist Motivation“, betont die 28-jährige Jessica Bierbaum aus Wachenhausen. „Jede Aufführung sei anders, es wird an verschiedenen Stellen gelacht“, berichtet Godehard Brodhun. Für den 56-Jährigen sei das Mitspielen ein „toller Ausgleich zum beruflichen Leben“. „Jedes Stück ist für sich etwas Besonderes“, meint die 64-Jährige Edeltraud Kopp, die aus Bilshausen stammt und jetzt in Lindau lebt.

Das Interesse an den Aufführungen ist groß. 500 der 700 Karten seien bereits verkauft, so Linnekuhl. Aufführungstermine sind an den Freitagen, 21. Oktober und 4. November, um 20 Uhr, Sonnabenden, 22. und 29. Oktober sowie 5. November um 20 Uhr sowie Sonntagen, 23. Und 30. Oktober, um 16 Uhr. Karten gibt es in der Bäckerei Kopp in Lindau, Fleckenstraße 2.

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