Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Potenzialflächen für Windenergie ermittelt

Bürgerinitiative aus Moringer Becken protestiert Potenzialflächen für Windenergie ermittelt

Auf der Suche nach möglichen Potenzialflächen für Windenergieanlagen haben die Planer im Auftrag der Stadt Hardegsen unter Berücksichtigung verschiedener Ausschlusskriterien zwei mögliche Flächen ermittelt. Diese sollen nun im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden.

Voriger Artikel
Landrätin Klinkert-Kittel vereidigt
Nächster Artikel
Mehr Licht für dunkle Hinterhöfe

Nördlich von Hevensen sehen die Planer eine potenzielle 63 Hektar große Fläche für Windenergieanlagen.

Quelle: Meder

Hardegsen. Für die Änderung des Flächennutzungsplans zur Festlegung von Sondergebieten Wind soll jetzt das Beteiligungsverfahren beginnen. Darin haben die sogenannten Träger öffentlicher Belange, aber auch die Bürger Gelegenheit Stellung zu den Plänen zu nehmen. Proteste gegen die ermittelten Windpotenzialflächen haben in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bau der Stadt Hardegsen Vertreter der Bürgerinitiative Moringer Becken angekündigt.

Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) hat dem Gremium zuvor die Planungen und den vorläufigen Umweltbericht erläutert. Auf Basis des Vorentwurfs vom Dezember wurden Flächen ermittelt, auf denen im Stadtgebiet Hardegsen Windenergieanlagen errichtet werden können. Sogenannte harte wie auch weiche Tabuzonen – das sind Ausschlusskriterien wie beispielsweise ein Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung oder Brutvorkommen des Rotmilans – seien dabei berücksichtigt worden. Auch der Windenergieerlass des Landes vom Februar sei berücksichtigt worden.

Vier Flächen mit zusammen 117,7 Hektar wurden untersucht: eine 3,5 Hektar große südwestlich Hettensens, eine rund 50 Hektar große südlich Asche, eine 62,7 Hektar große nördlich von Hevensen und eine 1,5 Hektar große Fläche nördlich Lichtenborn. In der Abwägung der Planer fällt die Hettenser Fläche heraus, weil sie so klein und ungünstig geformt ist, dass hier lediglich eine Anlage möglich wäre. Das Gebiet südlich Asche sei nicht geeignet, da hier „Brutplätze des Rotmilan festgestellt“ wurden. Nördlich Hevensen liegt die Potenzialfläche, die die Planer als möglich einstufen. Zwar seien hier Rotmilane gesichtet worden, Brutplätze des geschützten Vogels seien jedoch nicht bekannt. Schließlich könnte in Ergänzung des bestehenden Windenergie-Standortes bei Lichtenborn eine kleine Fläche ausgewiesen werden.

Vor allem die an Behrensen angrenzende Fläche nördlich von Hevensen ist den Initiativen-Vertretern aus der Nachbargemeinde Moringen ein Dorn im Auge. Sie wiesen während der Sitzung in Hardegsen auf Zugvögel hin und bezweifelten, dass sich an diesem Standort Windenergieanlagen wirtschaftlich betreiben lassen. Auch vermuteten sie mögliche Interessenkonflikte, da eines der Planungsbüros sowohl für die Stadt Hardegsen als auch für eines der an den Standorten interessierten Windkraftunternehmen tätig ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“