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Das lange Warten ist (fast) zuende

Die Kirchenorgel in Ellierode kann repariert werden Das lange Warten ist (fast) zuende

Nach 16 Jahren Geldsammeln für die Orgel in der St. Johannis Kirche in Ellierode ist der nötige Betrag endlich erreicht: Der Kassensturz des Orgelkontos Anfang Mai erbrachte die Summe von 38784,60 Euro. Damit steht der Beauftragung der Sanierung nichts mehr im Weg.

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Der Beauftragung der Sanierung steht nichts mehr im Weg.

Quelle: PH

Ellierode. 2004 hatte das Kirchenkreisamt Ellierode-Hettensen das Orgelkonto eröffnet, auf dem Spenden zur Sanierung der Orgel gesammelt werden sollten. Damals war es fünfzig Jahre her, dass zum letzten Mal Wartungsarbeiten an der 1854 erbauten Orgel vorgenommen wurden. Nun, zwölf Jahre später, konnte die Zielerreichung den etwa 50 erschienenen Bürgern mitgeteilt werden. Nicht nur das eigene Sammelziel wurde mit Gemeindefesten, Konzerten und zahlreichen Spenden erreicht, auch der nötige „Restbetrag“ ist endlich vollständig zusammengekommen.

Auf insgesamt etwa 120000 Euro schätzt Otto Fischer vom Arbeitskreis Orgel, der für die Sanierung 2013 gegründet wurde, die Gesamtkosten zur Reparatur der Orgel und des Prospekts – das Holzgehäuse der Orgel. Zwischen 100000 und 105000 Euro sollen dabei auf die Orgel entfallen.

Etwa ein Drittel der Summe ist durch Spenden zusammengekommen; den größten Einzelposten stellt jedoch das Landeskirchenamt mit über 41000 Euro zur Verfügung. Die Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland bewilligte eine Förderung in Höhe von 19000 Euro, die Volksbank im Solling gab noch einmal 2000 Euro dazu und die Johannes Kirchengemeinde Ellierode-Hettensen beteiligt sich mit gut 14000 Euro.

„Nach 60 Jahren sind die Pfeifen schmutzig und die Zwischenräume – eigentlich muss das alle 20 bis 30 Jahre gemacht werden“, sagt Orgelbaumeister Jörg Bente, der die Reparatur übernehmen wird. „Die Pfeifen sind teilweise kaputt, die Windladen teilweise undicht oder gerissen, Lederbälge, die teils noch aus der Erbauungszeit stammen, sind undicht.“ Grundsätzlich sei die Orgel zwar noch spielfähig, aber „es gibt kaputte Register, um die der Organist herumspielen muss“, so Fischer.

Das Ziel sei nun, die Orgel „denkmalgeschützt, historisch wertvoll und markant für die Region zu erhalten“, so Fischer. Theoretisch kann es auch passieren, dass die Orgel am Ende eine andere Farbe hat als gegenwärtig noch – doch sei das Spekulation.

Zwar ist das Geld nun vollständig da, doch bis die Orgel wieder wie neu erklingt, wird es noch einige Zeit dauern. Orgelbaumeister Bente schätzt, dass er wohl erst 2018 Kapazitäten für die Reparatur frei haben wird. Diese werde etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Anschließend kämen aber noch drei bis vier Woche klangliche Arbeit in der Kirche selbst hinzu – damit die Orgelpfeifen auch wieder gut zusammenklingen.

Die Ellieroder Orgel:

Die Friedrich Wilhelm Euler Orgel in der St. Johannis Kirche in Ellierode wurde 1854 gebaut. Euler gehörte einer viele Generationen umfassenden Orgelbauerdynastie mit überregionaler Bedeutung an, wie der Orgelsachverständige Hans-Ulrich Funk betont.

Zuletzt wurden 1954/55 Wartungs-, Instandsetzungs- und Umbauarbeiten durch die Firma Paul Ott aus Göttingen vorgenommen. Dabei wurden dem Instrument „neobarocke Klangvorstellungen übergestulpt“, so Funk. Dafür wurden überwiegend die originalen Teile verwendet, so dass eine Rückgewinnung des Urzustandes problemlos möglich ist. 

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