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Ehrenamtliche kümmern sich um Wolbrechsthäuser Erscheinungsbild

Donnerstags wird zugepackt Ehrenamtliche kümmern sich um Wolbrechsthäuser Erscheinungsbild

Die Liste der Aktivitäten ist lang, die die Donnerstagsgruppe aus Wolbrechtshausen in diesem Jahr geleistet hat. 38 Mal waren sie im Einsatz. Die zurzeit zwölf Männer sehen ihr ehrenamtliches Engagement für ihr Dorf nicht nur als Arbeit an. Es mache auch Spaß, sagen sie.

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Donnerstags im Einsatz: Fürs Foto umrunden die ehrenamtlichen Wolbrechtshäuser den Teich im Gänsemarsch.

Quelle: Hinzmann

Wolbrechtshausen. „Wir sind alle Freunde, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel“, beschreibt einer der Gruppe, die sich zu 90 Prozent aus Rentnern oder Altersteilzeitlern zusammensetze. Seit etwa fünf Jahren treffen sie sich donnerstags, um dort Hand anzulegen, wo es im Ort notwendig ist. „Damit das Dorf nicht vergammelt“, begründet Wilfried Woyder, der von einigen seiner Mitstreiter ob seiner früheren Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr scherzhaft als Feldwebel tituliert wird. Und wenn sie gemeinsam zu Schaufel, Harke, Spaten oder Pinsel greifen, stärke das das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Vieles, was sie an Arbeiten erledigen, sei eigentlich Aufgabe der Gemeinde, sagen Ortsbürgermeister Werner Thiele und Woyder. Doch der Bauhof schaffe nicht alles, was aus Sicht der Donnerstagsgruppe notwendig wäre. Das hölzerne Ortsschild sei so ein Beispiel. Das sei im Frühjahr bei einem Sturm umgefallen. Der Bauhof habe das Schild zwar abgeholt, „aber dann tat sich zwei Monate lang nichts“, sagt Woyder. Die Gruppe holte das beschädigte Schild wieder ab, richtete es selbst her und stellte es wieder auf.

Ein anderes Beispiel sei das Die Männer halten Thie und Plan sauber, entfernen Unkraut, mähen Rasen und reinigen die Gossen.  Im Herbst hätten sie etwa viereinhalb Tonnen Laub zusammengefahren, berichtet Woyder. „Vieles geht nicht ohne Ehrenamt“, wissen die Männer. Dabei greifen sie nicht nur der Gemeinde unter die Arme. Sie pflegen auch den Bereich der Bushaltestelle an der Bundesstraße, was eigentlich Aufgabe des Landkreises sei.

Besonders am Herzen liegen den Männern die Spielplätze des Ortes. Besonders viele Arbeitsstunden haben sie 2015 in den am Sportplatz investiert. Unter anderem wurden der Zaun gestrichen, zwei neue Sitzbänke aufgestellt und der Fußboden des Karussells erneuert. Außerdem verpassten die Männer dem Pavillon am Biotop am Teich ein neues Schindeldach und einen neuen Anstrich und rundherum wurden Platten verlegt.

Für das neue Jahr haben sich die Wolbrechtshäuser bereits viel vorgenommen, kündigt Thiele an. Nach der Winterpause soll auf dem Friedhof ein kleines Friedwaldprojekt entstehen. Unter Bäumen soll dort ein Gräberfeld angelegt werden.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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