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Kampf um das Kantorenhaus

Eines der ältesten Häuser Northeims Kampf um das Kantorenhaus

Das mehr als ein halbes Jahrtausend alte Kantorenhaus gegenüber der Northeimer St. Sixti-Kirche soll abgerissen werden. Northeimer Bürger, der Verein „Stadtbild Deutschland“ und die Freie Wählergemeinschaft (FWG) „Bürger für Northeim“ appellieren an den Kirchenvorstand, das historische Gebäude zu erhalten.

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Das älteste Haus Northeims soll einer Kinderkrippe weichen.

Quelle: Hinzmann

Northeim. Das Problem: Das Haus, eines der ältesten Gebäude der Stadt, ist in einem beklagenswerten Zustand. Der Besitzer kann es wegen eines angeblich unvertretbar hohen Aufwandes nicht erhalten und hat deshalb vom Amt für Denkmalschutz eine Abrissgenehmigung erwirkt. Gleichzeitig will der Kirchenvorstand das Grundstück erwerben, um dort eine neue Krippe als Außenstelle des Sixti-Kindergartens zu errichten.

Doch gegen den Abriss läuft der Verein „Stadtbild Deutschland“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Architekten, Künstlern und denkmalinteressierten Bürgern, Sturm. Wenn die Substanz so marode sei, dass sich aus ihr kein nutzbares Gebäude entwickeln könne, sei auch eine Rekonstruktion, also eine Kopie aus neuem Material, denkbar. Ein solches Vorgehen sei „in der Architekturgeschichte längst zur Normalität geworden“, erklärt Vereinssprecher Manuel Reiprich.

An die Kirchengemeinde appelliert „Stadtbild Deutschland“, diese Option zu prüfen - mit dem Blick darauf, ob sich eine solche Rekonstruktion mit der geplanten nutzung vereinbaren lässt, „damit das Kantorenhaus, wenn schon nicht im Originalmaterial, so aber doch im Originalentwurf dem Northeimer Stadtbild erhalten bleibt“.

Der Kirchenvorstand spricht hingegen von Sanierungskosten in einer Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro. Der bislang geplante Neubau mit einerm der umgebung angepassten Spitzdach würde hingegen nur etwa 450.000 Euro kosten.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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