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Elveser feiern ihr Eselfest am Sonnabend

Trinkfester Esel Elveser feiern ihr Eselfest am Sonnabend

Die Idee ist so alt wie ihr Ursprung unbekannt: Trinkfest muss der „Esel“ sein, der einmal jährlich im Februar oder März in Elvese durchs Dorf getrieben wird. Am Sonnabend war es Henrik Bormann, der sich mit Tiermaske beim diesjährigen Eselfest auch noch der Kälte erwehren musste.

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Beim Eselfest wird in Elvese ein „Esel“ durchs Dorf getrieben.

Quelle: PH

Elvese. Traditionell arbeitet sich ein mit einem Eselskopf aus Pappe und in Decken eingehüllter Junggeselle durchs Dorf, um fürs abendliche Fest Würste, Eier, andere Lebensmittel oder auch Geld einzusammeln. An den meisten Haustüren wird der Esel zudem mit einem Schnaps traktiert. Diesmal sorgte Treiber Torsten Jung dafür, dass „Esel“ Bormann nicht die Puste ausging. Wie immer kam auch diesmal genug zusammen, um ausgelassen zu feiern.

Woher die Tradition stammt und wie sie entstand, „weiß hier keiner mehr“, sagt Organisatorin Martina Beck vom Elveser VIP Jugendclub. Manch einer glaubt zu wissen, dass der Brauch auf einen jungen Mann zurückgeht, der vor urvordenklichen Zeiten einmal durchs Dorf laufen musste, um seinen Lohn einzusammeln. Aber selbst wenn man einen Dorfbewohner aus der Großelterngeneration danach frage, meint Beck, „heißt es immer, ,das habe ich auch nur von meinen Eltern oder Großeltern gehört'. Wann das gewesen sein soll: keine Ahnung.“ Gesichert ist hingegen, dass vor dem Bau der Umgehungsstraße durchfahrende Ortsfremde schon mal einen „Durchfahrtszoll” berappen mussten.

Egal, woher die Tradition kommt: „Für ein ordentliches Fest langt es immer“, meint Organisatorin Beck. Und immer auch für einen feucht-fröhlichen Umzug durchs Dorf. Bei dem gab es auch diesmal vergleichsweise wenig Zuschauer, weil die meisten der 350 Elveser lieber mitlaufen - wie in den vergangenen Jahren gerne auch fantasievoll und farbenfroh kostümiert.

Mit dem abendlichen Fest im Dorfgemeinschaftshaus, das meist bis tief in die Nacht dauert, ist die fröhliche Mischung aus Karneval, Kirmes und Klamauk nicht vorbei: Am Sonntagmorgen, erklärt Beck die Elveser Tradition, „kommen die übriggebliebenen Lebensmittel in die Pfanne. Dann wird weitergefeiert.“

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