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Eulen nach Athen, Esel nach Hardegsen

Eselmarkt Eulen nach Athen, Esel nach Hardegsen

Wer sagt denn, dass es Unsinn ist, Eulen nach Athen zu tragen? Esel in die Eselstadt Hardegsen zu tragen, funktioniert ja auch. Eine rechte Reise durch die Republik hat Esel Herman hinter sich. Beim Eselmarkt am Sonntag belebte der orangefarbene Plastikesel mit Esel-Bier nicht nur farblich das Fest.

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Trotz schlechten Wetters fanden viele Besucher den Weg nach Hardegsen.

Quelle: Hinzmann

Hardegsen. Mehr noch als Hardegsen hat die Stadt Wesel den störrischen Unpaarhufer als Maskottchen - gar im Namen. Die Bekannte Echo-Frage nach dem Bürgermeister, die sich stets mit "Esel" beantwortet, passt weder zu Hardegsen noch zu Wetzlar.

Esel-Idee in die Röhn

In Wetzlar aber leistete sich der Denkmalschutzbeirat 2009 eine echte Eselei, die dem Vierbeiner auch dort zum Durchbruch verhalf. Gastwirt Jens Hoffmann, der aus Wesel stammt, stellte damals einen von einst 111 Eseln aus seiner Heimatstadt in seinen Wetzlarer Biergarten.

Fachwerk-Puristen sahen dadurch den Charakter der Altstadt in Gefahr - und hatten nicht mit der eselartigen Sturheit der Wetzlarer Bürger gerechnet. Herman, so der Name des Orangenesels, hielt durch. Es bildete sich gar ein Verein: Freunde von Herman e. V. Der trug die Esel-Idee gar in die Rhön, wo das Rother-Brauhaus für die Wetzlarer eigens ein Esel-Bier braute.

Am Sonntag nun standen Herman der Orangene und seine Freunde mit auf dem Eselmarkt und schenkten ihren Eselstoff auch den Hardegsern ein: Wetzlarer Esel und Esel Weiss. Das Bier, aber auch Eselfiguren, -aufkleber, -anhänger und -pins fanden regen Absatz. Nächstes Jahr wollen die Herman-Freunde noch eine Band mitbringen.

Tausende trotz Sauwetter

Nur Glühwein wäre besser angekommen. Kalter Wind und Schneeregen störten den Eselmarkt. Auf dem Flohmarkt rund ums Rathaus drohten den Händlern Planen und Pavillons wegzufliegen. Dennoch hatten sich Tausende in die Winterjacken geschmissen und waren gekommen.

Allerdings: Die Lange Straße, einst das Zentrum, zeigte deutlich ausgedünnte Stellen. Dafür waren die Stände am Rathaus zahlreicher. Dort boten auch die Supermärkte eigene Programme, etwa mit dem Edeka-Show-Truck. Auf drei Bühnen gab es von 11 bis 18 Uhr Programm.

Unbeeindruckt vom Schnee stampften sich etwa die Line Dancer durch ihr Programm, gelegentlich schräg bliesen auch die Jagdhornbläser gegen den eisigen Wind an. "Für so ein Sauwetter", sagte einer der erfahrenen Standbetreiber, "eigentlich noch ein ganz guter Besuch."

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