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Fachwerkfünfeck soll Magnet werden

Fachwerkfünfeck soll Magnet werden

Das Ziel ist ein großes: die Anerkennung der südniedersächsischen Fachwerkregion als Weltkulturerbe. Über die Schritte dahin, und damit die Stärkung des Fachwerkfünfecks in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht, haben am Mittwoch die Bürgermeister der beteiligten Städte beraten.

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Bürgermeister des Fachwerkfünfecks (v.l.): Hans-Erich Tannhäuser (Northeim), Wolfgang Nolte (Duderstadt), Sabine Michalek (Einbeck), Klaus Becker (Osterode) und Harald Wegener (Hann. Münden).

Quelle: Richter

Duderstadt. „Eins plus eins plus eins plus eins plus eins ergibt eben nicht fünf, sondern acht oder neun“, brachte Sabine Michalek, Bürgermeisterin der Stadt Einbeck, Sinn und Zweck des Fachwerkfünfecks auf den Punkt. Die Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU, Duderstadt), Hans-Erich Tannhäuser (parteilos, Northeim), Michalek (CDU, Einbeck), Klaus Becker (parteilos, Osterode) und Harald Wegener (BFMü, Hann. Münden) setzen sich im Rahmen des mit 800 000 Euro geförderten Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ für eine Strategie der Standort- und Wirtschaftsbelebung für die Mittelzentren in der Region Südniedersachsen ein.

 
Erste Projekte sind dabei bereits initiiert: Die Planung der Umgestaltung der Magistrale der Baukultur in Einbeck, der Auftrag für ein wissenschaftliches Gutachten über die kulturhistorische Bedeutung des Fachwerk-Bestandes in den fünf Städten und das Engagement für das Festival Fachwerkkunst im Herbst 2017. Weitere seien in Vorbereitung, so die Bürgermeister.

 
Ein Schwerpunkt liege dabei auf dem Tourismus, erklärte Nolte. Die Gemeinsamkeiten der Städte sollen zum Zwecke der touristischen Vermarktung stärker herausgestellt werden. Dazu gehöre es ebenso, regionales Kartenmaterial anzufertigen wie auch Apps entwickeln zu lassen oder E-Bike-Routen auszuarbeiten. Und: „Wir wollen mit touristischen Hinweisschildern an die Bundesautobahnen“, erklärte Nolte. Damit solle entweder auf das Fachwerk oder auf herausragende Sehenswürdigkeiten hingewiesen werden, um den Tourismus zu fördern. Zudem gebe es Pläne, gemeinsame Hinweisschilder zu entwickeln, auf denen alle beteiligten Städte genannt werden. Um Besucher im Internet über die Region als ganze zu informieren, arbeite die Geschäftsstelle zudem an einem  gemeinsamen Internetauftritt.

 
Bis Ende April kommenden Jahres wollen sich die beteiligten Städte auf eine gemeinsame Baugestaltungssatzung einigen. Dazu sollen die Gegebenheiten in den jeweiligen Städten – jede von ihnen ist derzeit im Städtebauförderungsprogramm vertreten – abgeglichen und, wenn nötig, angepasst werden. Dabei solle nicht historisiert werden, sondern das zeitgemäße Wohnen im Denkmal herausgestellt werden, so Nolte.

 
Hinsichtlich des Wohnens in der Region wollen sich die Akteure stärker jungen Menschen zuwenden, die die schulische Ausbildung abgeschlossen haben. Außerdem solle der Kontakt zum Wissenschaftsstandort Göttingen gehalten und intensiviert werden, um das Arbeiten oder Studieren im Oberzentrum und Leben im Mittelzentrum zu bewerben.

 
Gemeinsame Ziele seien auch die Verbesserung der Internetversorgung, der Ausbau von Verkehrswegen und und Maßnahmen zur Steigerung der Mobilität. So unterstützen die Bürgermeister den Vorstoß zur Einführung eines Eco-Bus-Systems.  „Duderstadt wäre dafür der geborene Pilotanwender“, sagte Nolte.

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