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Fest zur Beringung der Jungstörche

"Sehr erfolgreiche Störchin" Fest zur Beringung der Jungstörche

Es durfte gefeiert werden: drei Jungstörche. Die wurden am Sonntag beringt. Das ganze Dorf machte mit. Ein Storchenfest am Dorfteich an der Espolde soll es künftig immer dann geben, wenn das Storchenpaar in der nahen Wiese Nachwuchs hat.

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Experte Georg Fiedler beringt nen Jungstorch.

Quelle: Gückel

Wolbrechtshausen. Die Zeichen stehen gut. "Eine sehr erfolgreiche Störchin", sagt Bernd-Jürgen Schulz, Storchenvater im Landkreis Northeim. Schulz kennt sich aus, und er kennt die acht Jahre alte Störchin schon länger. Sie wurde beringt im Wartburgkreis, nistet aber schon einige Jahre im Landkreis Northeim, die letzten zwei Jahre in wilder Ehe mit dem nicht beringten Storchenvater in Wolbrechtshausen.

Seit zwei Jahren Nachwuchs

Dort steht der Mast mit der Nisthilfe in der Wiese gegenüber dem Gutshof zwar schon seit 2004, erzählt Ortsbürgermeister Werner Thiele, aber erst seit zwei Jahren gibt es Nachwuchs. Andernorts hat es viel länger gedauert, tröstet Schulz. Im Leinepolder bei Salzderhelden etwa wurde schon 1986 eine Nisthilfe aufgestellt. Erst 2002 war sie bezogen.

In Wolbrechtshausen sind die Bedingungen günstig. Schon früher, so Thiele, sei in jedem Sommer "ein Storch mal gucken gekommen". Deshalb habe man den Mast aufgestellt. Der wurde zwar jährlich von jungen Männchen besucht, aber erst 2014 zog das erste Paar ein. Doch der Nachwuchs blieb aus; die Störchin war offenbar noch nicht geschlechtsreif. 2015 dann zog ein anderes Paar ein, eben jene schon erfolgreiche Störchin.

Viele neugierige Kinder

In diesem Frühsommer legte sie fünf Eier. Zwei blieben unbefruchtet. Als Storchenexperte Georg Fiedler aus Wolfsburg zum Beringen schritt, fand er zwei der Eier noch heil. Während die Jungtiere beringt wurden, musterte eines der Alttiere vom Gutshofdach aus skeptisch das Geschehen. Nein, sagt Schulz, die Aktion werde die Elterntiere schon nicht vergrämen. Eines der schon stattlichen Küken holte das Team, das mit einem Hubwagen zum Nest hinauf fuhr, sogar aus dem Horst und beringte es vor den Augen der Dorfjugend.

Fast 300 Mitfeiernde waren gekommen, darunter viele neugierige Kinder. Sie erfuhren etwas über Brut- und Schnabelpflege, über die Beschaffenheit der Ringe und die Zugrouten der Vögel. Mal abwarten, woher die erste Meldung von Ornitologen kommt, die die Wolbrechtshäuser Störche auf ihrer Wanderung gen Süden ziehen sehen. Ein nächstes Torchenfest, so Thiele, soll es aber auf jeden Fall geben, schon, weil der Erlös gebraucht wird. Damit will man nämlich eine Informationstafel mit Ahnengalerie der Wolbrechtshäuser Störche kaufen und nahe des Horstes an den Gehweg stellen.

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