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„Das ist nicht Darth Vader“

Freiwillige Feuerwehr Hardegsen präsentiert neues Rauchdemohaus „Das ist nicht Darth Vader“

Die Freiwillige Feuerwehr Hardegsen hat am vergangenen Dienstag das neue Rauchdemohaus vorgestellt. Das Exemplar mit der Größe eines Puppenhauses soll für die Brandschutzerziehung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden.

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Rauch-Demonstration mit dem Rauchdemohaus

Quelle: Harald Wenzel

Hardegsen. „Unser Ziel ist es Kinder so zu schulen, dass sie die Gefahren von Feuer und Rauch kennen“, sagte Initiator Mirco Teuteberg am Dienstagabend in der Löschfahrzeughalle der Feuerwehr. Er ist in Hardegsen für die Brandschutzerziehung verantwortlich. Mit dem durch Spendengelder finanzierten Rauchdemohaus, könne man auf anschauliche Art und Weise auf potenzielle Gefahren aufmerksam machen, meinte Teuteberg. Mit Hilfe einer Nebelmaschine, wird in dem Modell auf kleinem Maßstab eine Rauchverbreitung bei einem Brand im Haus simuliert. „Die Kinder entwickeln einen Blick dafür, sie lernen durch sehen, nachmachen und üben“, erklärte der Initiator.

Das kleine 2600 Euro teure Haus verfügt über sieben Räume und zwei Treppenaufgänge, die über drei Etagen verteilt sind. Dass für dieses Projekt insgesamt 3000 Euro an Spenden zusammengekommen sind, „das hat uns umgehauen“, sagte Ortsbrandmeister Florian Ramsweg. Der restliche Betrag wurde in einen Brandschutzkoffer und ein Notruf-Telefon für Übungszwecke investiert.

Bei der Zielgruppe finde das Rauchdemohaus bereits großen Anklang: „Mit den Kindern kann man locker zwei Stunden an dem Haus verbringen“, sagte Teuteberg. Seine zehnjährige Tochter Nike Teuteberg meinte dazu: „Ich glaube, dass man das dann besser versteht, weil man es auch sieht und nicht nur hört.“

In Zukunft sollen vor allem Kindergärten und Grundschulen von den neuen Möglichkeiten bei der Brandschutzerziehung profitieren. Die Vorstellung sei, „dass einer von uns unterrichtsbegleitend in die Schule geht“, sagte Florian Ramsweg und fügte hinzu: „Vielleicht schaffen wir es auch mal, Erwachsene für eine Brandschutzschulung zu motivieren.“ Bis dahin versuche die Feuerwehr, die ältere Generation durch die geschulten Kinder für Brandschutz zu sensibilisieren.

Rund 400 Brandtote gibt es pro Jahr in Deutschland. Der Grund sei häufig „eine zu geringe Kenntnis über Brandschutz“, sagte Mirco Teuteberg. Bei der Brandschutzerziehung gehe es außer der Demonstration der Gefahren zudem darum, den Kindern die Angst vor Feuerwehrleuten mit Atemschutzgeräten zu nehmen. „Die Kinder brechen in Panik aus“, erklärte Florian Ramsweg. Durch die Atemschutzmaske und die Flammschutzhaube sind die Helfer als solche für die Kinder nur schwer zu erkennen. Aber: „Wenn man die Kleidung vor den Kindern anlegt, verfliegt die Angst“, sagte der Ortsbrandmeister. Sie erkennen: „Das ist nicht Darth Vader.“ yah

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