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Heftiger Protest gegen geplanten Nörtener Autohof

Gegner sammeln 1375 Unterschriften Heftiger Protest gegen geplanten Nörtener Autohof

Auf breite Ablehnung stößt der in Nörten-Hardenberg an der Autobahn 7 geplante Autohof Leinetal. 1375 Unterschriften sammelten Gerlinde Haller aus Angerstein und Jürgen Beisiegel aus Hardegsen innerhalb von vier Monaten gegen das Projekt. Am Mittwoch übergaben sie diese der Bürgermeisterin.

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Jürgen Beisiegel und Gerlinde Haller.

Quelle: R

Nörten-Hardenberg. Haller und Beisiegel legten ihre Unterschriftenlisten in Geschäften aus, sprachen Bürger an und starteten eine Online-Petition. 664 der 8400 Einwohner des Fleckens unterschrieben. Dem Protest schlossen sich 570 Bürger aus den Nachbarorten an. Gegen das Vorhaben der Achimer Firma Amitera sprachen sich zudem 141 ehemalige Nörtener sowie Besucher aus dem übrigen Bundesgebiet und – vereinzelt – aus Frankreich aus.

Die Argumente der Gegner trug Beisiegel bei der Übergabe der Unterschriften Bürgermeisterin Susanne Glombitza (parteilos) und dem Rat des Fleckens vor. Mit dem Autohof würden in der Leineaue 3,5 Hektar wertvolles Ackerland versiegelt. Der Autohof sei überflüssig, weil sich der nächste nur zehn Autominuten entfernt in Northeim befinde. Die geplante Tankstelle werde nicht gebraucht, weil es zwei bereits in unmittelbarer Nachbarschaft, in Nörten und Lütgenrode, gebe, so das Vorstandsmitglied des BUND Northeim.

Das Fast-Food-Lokal, das der Investor bauen will, halten die Gegner für überflüssig. Die geplante Markthalle für regionale Produkte erschwere die Etablierung eines Wochenmarkts in Nörten-Hardenberg und mache lokalen Supermärkten und Hofläden Konkurrenz. Der Autohof verspreche lediglich prekäre Arbeitsplätze und wenig Steuereinnahmen, erklärte Beisiegel. Er kritisierte außerdem, dass die Öffentlichkeit erst spät über das Vorhaben informiert worden sei.

Auf der Seite der Online-Petition beklagen Bürger in ihren Kommentaren die fortschreitende „Zubetonierung“ des „schönen Leinetals“. Sie fürchten zusätzlichen Verkehr und vermehrt Unfälle, außerdem Lichtverschmutzung, Lärm und Müll. Eine Aussprache gab es dazu im Rat nicht.

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