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Gemeinderat Lindau verurteilt Extremismus

Resolution gegen "Freundeskreis" Gemeinderat Lindau verurteilt Extremismus

In Anlehnung an die Resolution gegen Rechts des Duderstädter Rates hat jetzt auch die Gemeinde Katlenburg-Lindau einstimmig eine Erklärung verabschiedet. Wie in Duderstadt zielt die Resolution auf die sonntäglichen Kundgebungen des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ ab.

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Quelle: Pförtner

Lindau. Der Gemeinderat verurteilt darin „Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus sowie Diffamierung und Gewalt jedweder Art“. „Wir treten ein für ein weltoffenes, tolerantes Katlenburg-Lindau“, heißt es in der Resolution: „Wir werden rechtspopulistischen Gruppierungen wie dem ,Freundeskreis‘ geschlossen und energisch entgegenwirken.“

Zugleich werden kreative und friedliche Aktionsformen gegen demokratie- und fremdnenfeindliche Bestrebungen als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung und Vielfalt begrüßt, der Einsatz „unzähliger Ehrenamtlicher in Katlenburg-Lindau“ bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen als „beispielhaftes Engagement und Nächstenliebe“ gewürdigt.

Auch auf die „neuen großen Herausforderungen durch die „eventuelle Einrichtung einer Unterkunft für eine große Anzahl von Flüchtlingen in den Gebäuden des ehemaligen Max-Planck-Instituts in Lindau“ geht die Resolution ein. Verwaltung und Rat würden die Vorbehalte und Befürchtungen der Bevölkerung in jeder Hinsicht ernst nehmen. Mit „großer Sorge“ werden hingegen die „Kundgebungen des rechtsextremistischen ,Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen‘ mitten in unserer Gemeinde erlebt“. Mit diesen Veranstaltungen sollen „Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und rechtsextreme, menschenverachtende Parolen“ verbreitet werden.

In Katlenburg-Lindau würden rund 7200 Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft und Tradition in einer Gemeinschaft und im gegenseitigen Respekt in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung leben. Diese beruhe auf Werten wie Verständnis, Toleranz und Offenheit im alltäglichen Umgang. Ein Klima von Hass, Gewalt oder Ausgrenzung dürfe es in Katlenburg-Lindau nicht geben.

Für Sonntag, 14. Februar, hat der „Freundeskreis“ um 15 Uhr wieder eine Mahnwache auf dem Marienplatz in Lindau angemeldet, teilt Bürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) mit. Die Gegenkundgebung finde räumlich getrennt davon ebenfalls um 15 Uhr auf dem Marktplatz statt.

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