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Geschichte, die unter Füßen verborgen war

Kloster Brunshausen Geschichte, die unter Füßen verborgen war

Im Kloster Brunshausen in Bad Gandersheim ist die Sonderausstellung „Römer und Germanen im Kloster Brunshausen - Neufunde vom Schlachtfeld am Harzhorn“ eröffnet worden.

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Römischer Schlüssel: Fund vom Römerschlachtfeld am Harzhorn, der jetzt in der Sonderausstellung zu sehen ist. foto: Bezirksarchäologie Braunschweig

Quelle: r

Bad Gandersheim. „Seit der weltweit für Aufmerksamkeit sorgenden Entdeckung einer erbitterten militärischen Auseinandersetzung zwischen Germanen und Römern im Landkreis Northeim ist das Harzhorn zum Modellfall moderner Schlachtfeldarchäologie geworden“, sagte Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Dagmar von Reitzenstein, Referentin im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, bezeichnete das Harzhorn als Geschichte, die unter den Füßen verborgen und in den Geschichtsbüchern verloren gegangen war. Sie zeigte sich erfreut, dass die Funde zu besichtigen sind und nicht in Depots verborgen aufbewahrt werden.

Im Zentrum der Ausstellung stehen das breite Fundspektrum und vor allem die Neufunde der letzten Jahre, die es ermöglichen, modellhaft zu zeigen, wie die römischen Truppen zunächst in den von den Germanen geplanten Hinterhalt am Harzhorn gerieten, aus dem sie sich dann dank überlegener Militärtechnologie und dem taktisch klugen Einsatz ihrer disziplinierten Truppen wieder befreien konnten.

Das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, Stützpunkt Braunschweig, erforscht gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und der Kreisarchäologie Northeim seit 2008 den einzigartigen Fundplatz am Harzhorn, so dass sich immer mehr Details zum Ablauf der Gefechte abzeichnen. Zu den Neufunden zählt zum Beispiel eine römischen Handfessel oder auch die restaurierten Fragmente eines römischen Kettenhemdes.

Die Sonderausstellung „Römer und Germanen im Kloster Brunshausen - Neufunde vom Schlachtfeld am Harzhorn“ zeigt die bedeutenden Exponate zum 14. August und informieret über den aktuellen Forschungsstand. Geöffnet ist die Schau dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Führungen durch die Sonderausstellung und am Harzhorn werden sonntags um 11.30 und um 14 Uhr angeboten.

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