Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Samenklau bei Deckhengst nicht erwiesen

Geldstrafe nach Sozialbetrug Samenklau bei Deckhengst nicht erwiesen

Die Besitzerin eines Pferdegestüts im Raum Einbeck muss wegen Hinterziehung von Sozialabgaben eine Geldstrafe von 6800 Euro zahlen. Das Gericht sah 225 Fälle aus den Jahren 2005 bis 2013 als erwiesen an.

Voriger Artikel
Dachneigung nach Süden
Nächster Artikel
Kampf um das Kantorenhaus
Quelle: dpa

Einbeck. Den Strafbefehl hat jetzt das Amtsgericht Einbeck auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen erlassen, bestätigte ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde. Das Gestüt der Beklagten habe über einen Zeitraum von acht Jahren 13 Mitarbeiter beschäftigt, ohne diese bei der Einzugsstelle der Sozialversicherung zu melden und die entsprechenden Beiträge abzuführen. Dadurch seien den Kassen Beiträge in Höhe von mehr als 100 000 Euro vorenthalten worden. Die Gestütsbesitzerin müsse wegen Vorenthaltens und Veruntreuung von Arbeitsentgelt 340 Tagessätze zu je 20 Euro zahlen. Da sie innerhalb der gesetzlichen Frist keinen Einspruch eingelegt habe, sei der Strafbefehl inzwischen rechtskräftig.

Ohne strafrechtliche Folgen bleibt dagegen ein zweites Verfahren. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Gestütsbesitzerin außerdem wegen des Verdachts des Diebstahls beziehungsweise der Unterschlagung ermittelt. Anlass war eine Strafanzeige gewesen. Darin war ihr vorgeworfen worden, einen in ihrem Stall untergestellten Deckhengst ohne Genehmigung der Besitzerin „entsamt“ und das entnommene Sperma unerlaubt für die Besamung von Stuten verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben eines Sprechers inzwischen entschieden, dem „Samenklau“-Verdacht nicht weiter nachzugehen und das Verfahren einzustellen. Grund sei, dass dieser Fall gegenüber dem anderen Strafverfahren wegen Sozialabgabenbetrugs nicht erheblich ins Gewicht falle.  nie

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Grundschüler pressen eigenen Apfelsaft