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Gladebeck feiert Abschluss des Jubiläumsjahrs

„Wenn ich was für Gladebeck tun kann, tu ich es“ Gladebeck feiert Abschluss des Jubiläumsjahrs

Ein ganzes Jahr lang haben die Gladebecker mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten das 1000-jährige Bestehen ihres Ortes gefeiert. Am Sonntag gab es einen Gottesdienst und ein großes Abschlussfest im Pfarrgarten. Damit endete ein ereignisreiches Jubiläumsjahr.

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 Intonateur für Zungenstimmen Michael Selke in der Orgel.

Quelle: Heller

Gladebeck. „Das Jahr hat Gladebeck unglaublich gut getan“, blickt der Vorsitzende des Jubiläums-Arbeitskreises, Stefan Bense, zurück. Gemeinschaftsgefühl und Identifikation mit dem Ort seien gestärkt, Freundschaften aufgefrischt und Neuzugezogene integriert worden. Die Menschen hätten von sich aus ihre Hilfe angeboten und viel Zeit und Mühe investiert, um die einzelnen Veranstaltungen vorzubereiten. Die Veranstaltungangebote hätten sich nicht zuletzt durch ihre Vielfalt ausgezeichnet, sodass für jeden etwas dabei gewesen sei.

Bei Glühwein und Würstchen ließen die Menschen die Ereignisse wie Neujahrseröffnung, Pfingstreiten, Kirmes, Mittelalter-Markt und Dorfumzug in historischen Kostümen noch einmal Revue passieren. Rosi Schwarz lobte Günther Klemme dafür, dass er sich die Mühe gemacht und 20 Bänke sowie zehn Tische für die Feierlichkeiten gezimmert habe. Trockene Antwort des 74-Jährigen: „Ich hab‘ mein ganzes Leben hier verbracht – wenn ich was für Gladebeck tun kann, dann tu ich es.“

Viele trugen zum Abschluss noch einmal ein historisches Kostüm, zum Beispiel Michel und Silas. Das Mittelalter sei eine aufregende Zeit gewesen, sagten die zehnjährigen Zwillinge, aber heute lebe es sich sicherer: „Weil es keine Raubritter gibt.“ Wobei Ritter Peter, von einigen auch „Herr Niebuer“ genannt, erklärte, ein friedvoller Vertreter seiner Zunft zu sein: „Ich zieh‘ das Schwert nur, wenn eine holde Maid des Schutzes bedarf.“  Herold Thomas Pommreinke ist da energischer, greift gnadenlos durch: „Wenn der Pöbel zu viel Glühwein trinkt, ruf‘ ich die Landsknechte.“

Von Hauke Rudolph

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