Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Goldenes Priesterjubiläum für Wolfgang Patzelt

Empfang am Sonnabend Goldenes Priesterjubiläum für Wolfgang Patzelt

Goldenes Priesterjubiläum feiert Wolfgang Patzelt (77) am Sonnabend, 25. Juni, um 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Lindau. Nach der Messe gibt es einen Empfang im Pfarrheim. Patzelt war 15 Jahre lang, bis 2003, Pfarrer in Lindau. Danach kümmerte er sich um die Sinti und Roma im Bistum.

Voriger Artikel
Einbrecher erbeuten Schmuck
Nächster Artikel
Wolfgang Patzelt feiert Priesterjubiläum

Wolfgang Patzelt feiert sein Goldenes Priesterjubiläum.

Quelle: Swen Pförtner

Lindau. Als „größtes Abenteuer seines Lebens“ bezeichnet der Geistliche seine Berufung zum Bischöflichen Beauftragten für die Volksgruppe im Bistum Hildesheim. 64 Jahre war er damals alt. Kaum etwas wusste er über die Menschen. Schwierig gestaltete sich die Kontaktaufnahme.

Schwer zu verarbeiten

Er hat mit dem Auto weite Strecken zurückgelegt. Manchmal war niemand da. Der Pfarrer staunte über den Kinderreichtum, die engen Familienbande und die Autorität der Familienoberhäupter. Viel Leid hat Patzelt gesehen. Manches Mal habe er mit eigenen Mitteln versucht zu helfen, sagt er. Zu Herzen ging ihm das Schicksal einer jungen Frau, die spurlos verschwunden ist. „Bis heute beschäftigen mich diese Erlebnisse, die psychisch zum Teil schwer zu verarbeiten waren“, erzählt er.

Auch das Eichsfeld bezog Patzelt, der als Kaplan in Gieboldehausen tätig gewesen ist, in seine Arbeit ein. Von 2009 an organisierte er jährlich mit Sinti-Familie Larze aus Bremerhaven in Germershausen eine Wallfahrt für die Volksgruppe. Mit großem Einsatz warb er Sponsorengelder ein.

Weitere Sinti-Wallfahrt geplant

„Die Sinti haben nichts“, erklärt er. Wie schwer das Klinkenputzen ist, wurde Pfarrer Jan Opiéla klar, als er die Wallfahrt weiterführen wollte. Opiéla, der sich im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz von Köln aus um die Seelsorge unter Sinti und Roma kümmert, bekam die nötigen Mittel nicht zusammen.

Ein schwerer Schlag war zudem der Tod eines Sintis aus den Niederlanden, eines engagierten Unterstützers. Nach Germershausen ist Opiéla trotzdem weiter gekommen, um die Tradition nicht abreißen zu lassen. Ende Juli soll es nun wieder eine Sinti-Wallfahrt geben. „Wir haben deutschlandweit eingeladen“, berichtet Opiéla. Das freut Patzelt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“