Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Grüne Jugend: Protest gegen AfD-Veranstaltung

"Mehr Schlagsahne für die AfD" Grüne Jugend: Protest gegen AfD-Veranstaltung

Die Grüne Jugend (GJ) ruft zu einer Kundgebung gegen eine Veranstaltung der Northeimer Alternative für Deutschland (AfD) auf. Die AfD plant einen Vortrag zum Thema „Familienpolitik in der Asylkrise“ mit der Thüringer AfD-Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der Jungen Alternative Wiebke Muhsal.

Voriger Artikel
Krammarkt in Northeim
Nächster Artikel
Zirkus Charles Knie startet in neue Saison
Quelle: dpa

Northeim. Die Grüne Jugend aus Northeim und Göttingen sieht die für Freitag, 4. März, geplante AfD-Veranstaltung auch im "Kontext eines allgemeinen Erstarkens der extrem rechten Szene im Raum Südniedersachsen".  Die AfD in Northeim kündigt neben Muhsal den Generalsekretär des AfD-Landesverbandes Sachsen, Julien Wiesemann, als zweiten Redner an.

Wiesemann war zuvor Funktionär der Partei "Die Freiheit". Dem Landesverband Bayern der Partei "Die Freiheit" widmete der bayerische Verfassungsschutz in seinem Bericht 2013 ein eigenes Kapitel unter dem Titel „verfassungschutzrelevante Islamfeindlichkeit“.

"Gebärmaschinen" und "Ultima Ratio"

Für die Grüne Jugend hat die AfD-Funktionärin Beatrix von Storch bereits die Antwort gegeben, wie die Familienpolitik der AfD auszusehen habe, "indem sie den Schießbefehl auf geflüchtete Frauen und Kinder an der europäischen und deutschen Außengrenze erteilte".

Darin zeige sich die "ganze Menschenverachtung der AfD". Während "deutsche Frauen", um die Erhaltung des „deutschen Volkes“ zu sichern, zu "Gebärmaschinen" degradiert würden, sehe die AfD auf der anderen Seite Flüchtlingsfamilien als Bedrohung, die mit Waffengewalt „als Ultima Ratio“ abgewehrt werden müssten.

"Identitären Bewegung" und "antifaschistische Aufklärung"

Die Grüne Jugend vermutet in der "Termin-Flut" von Veranstaltungen der AfD, deren Jugendorganisation Junge Alternative (JA) und des "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen" am 4. und 5. März einen Zusammenhang. So habe der von der JA unterstützte und aufgebaute "Freundeskreis" für den 5. März zu einer als „bundesweite Großdemonstration“ beworbenen Kundgebung in Bad Lauterberg aufgerufen.

Eine ebenfalls am 4. März geplante Veranstaltung der Göttinger JA mit der "rassistischen" Identitären Bewegung sei schon vorab durch "antifaschistische Aufklärung" verhindert worden. Da auch Muhsal der JA angehöre, liege der Verdacht nahe, dass diese Termine kein Zufall seien, habe doch der "Freundeskreis" dazu aufgerufen, die AfD zu unterstützen und in seiner Ankündigung für Bad Lauterberg von „tollen Rednern“ gesprochen.

Für Northeim kündigt die GJ gegen die AfD-Veranstaltung lautstarken Protest an und ruft auf, "konsequent gegen Rassismus, Nationalismus, Antifeminismus und Homophobie auf die Straße zu gehen". Beginn ist im 18.30 Uhr am Münster. "Für eine offene und bunte Gesellschaft. Und mehr Schlagsahne für die AfD", heißt es in dem Aufruf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis