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"Hevensen geht baden"

Fastnacht "Hevensen geht baden"

Das nächste Hallenbad ist fünf Kilometer entfernt, die Nordsee sogar 300. Dennoch haben am Sonnabend, 6. Februar, viele Menschen Bademantel, Schwimmweste oder Matrosenanzug getragen – die 35. Hevenser Fastnacht stand nämlich unter dem Motto „Hevensen geht baden“.

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Fastnacht in Hevensen.

Quelle: Hinzmann

Wolbrechtshausen. „Ich will nicht absaufen“, verkündete Norbert Becker bei der Fastnacht, „darum trag ich eine Rettungsweste“. Seine Frau Anke sorgte sich unterdessen weniger um ihre Sicherheit, als um ihre Haare: „Egal, wie hoch die Wellen schlagen, die Frisur muss stimmen“ – logischerweise hatte sie eine Bademütze auf dem Kopf.    

Fastnacht in Hevensen.

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Die Stimmung im Dorfgemeinschaftshaus war ausgelassen. Bäuerin Anna alias Annett Naumann unterhielt mit kecken Sprüchen, und der Musikzug Thüdinghausen spielte einen Hit nach dem anderen. „Hier herrscht echte Gastfreundschaft“, freuten sich Silke und Frank aus Goslar. Silke war als Biene Maja verkleidet. Was das mit Badengehen zu tun hat? „Beim Baden muss man sich vor Bienen in Acht nehmen“, erklärte die 39-Jährige, „aber keine Bange: Ich steche heute niemanden.“

Niko und Anna-Lena gaben unterdessen Rätsel auf. Hatte das Paar unter seinen Saunamänteln wirklich nichts an? „Wer weiß das schon so genau?“, taten die 25-Jährigen, die im Juli heiraten wollen, geheimnisvoll. Frank stand unterdessen am Zapfhahn und schenkte ein Bier nach dem anderen aus.

Der 47-Jährige trug einen Matrosenanzug nebst Mütze mit der Aufschrift Gorch Fock: „Auf der bin ich zwar nie gefahren, aber bei der Marine bin ich wirklich gewesen.“ Für die ist Pjark noch ein ganzes Stückchen zu jung. Der Siebenjährige, dem seine Mama Claudia einen prächtigen Wal auf die Backe gemalt hatte, freute sich, dass er erst „um halb zehn“ ins Bett müsse. Und noch größer war die Freude, als Mama erklärte, dass er „heute Abend so lange aufbleiben kann, wie er will“.

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