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„Zeigt her eure Füße“

Barfuß-Parcours „Zeigt her eure Füße“

Fünf Tage Arbeit für 13 freiwillige Helfer, die Hälfte davon Kinder - und fertig war der Barfuß-Parcours. Auf dem Grundstück des zweiten Kleingartens von links, gegenüber der Seniorenanlage Paschenburg, ist damit der erste Teil des neuen interkulturellen Gartens Hardegsen fertig geworden.

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Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Hardegsen. Der Parcours ist ein Gemeinschaftsprojekt des Rundes Tisches „Willkommenskultur und Flüchtlingsbegleitung in Hardegsen“ mit der Jugendpflege und der Familien- und Generationenbeauftragten der Stadt Hardegsen. Gebaut wurde er anlässlich der Interkulturellen Woche im Landkreis Northeim. Zunächst führt der Weg über Baumscheiben, die in Geäst eingebettet sind, zum runden Parcours. Eingefasst ist die Anlage mit dünnen Baumstämmen. Nach dem Zuweg folgen im Uhrzeigersinn verschiedene Untergrundbereiche, die sich kreisrund um einen Baumstumpf in der Mitte ziehen: gerundete Ton-Dachschindeln, Holzscheiben, Steinplatten, große Holzscheiben in Holzschnitzen eingebettet, Stroh und zum Schluss ein Gemisch aus Kastanien und Tannenzapfen.

„Ich finde die Kastanien am angenehmsten“, sagt Saide (8), die ebenso mitgeholfen hat wie Melissa (11): „Ich fand die Idee nett und wollte mir das anschauen. Es hat viel Spaß gemacht, also bin ich am nächsten Tag wieder hingegangen.“ Als Dankeschön durften die Kinder ihre Namen in eine Tontafel ritzen, die dann gebrannt wird und am Parcours an die fleißigen Hände erinnert. Der Pfad mit wechselnden Untergründen gibt den nackten Füßen abwechslungsreiche Sinnesreize an die Sohle, auch wenn die Erstbegehung bei herbstlicher Feuchte und acht Grad Außentemperatur gewöhnungsbedürftig war.

Dennoch weihten ihn die am Bau beteiligten Kinder begeistert ein. Zusammen mit der Hardegser Generationenbeauftragten Kerstin Lüpkes, Jugendpflegerin Holle Nielebrock, Pastor Bernd Ranke und Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) liefen sie den kreisförmigen Parcours entlang und sangen „Zeigt her eure Füße, zeig her eure Schuh, und sehet den fleißigen Kindern zu“.

Im kommenden Jahr, wenn die Förderung geklärt ist, soll der Ausbau des Gartens weitergehen. Der wurde von der Stadt Hardegsen für einen geringen Betrag gepachtet. Michael Kaiser möchte, dass er zu einem Begegnungsraum wird, in dem sich alle Kulturen und Menschen von ganz Jung bis ganz Alt treffen können, daher ist auch die gegenüberliegende Seniorenanlage mit in den Trägerverbund des Gartens eingebunden.

Auf über 1800 Quadratmetern gibt es noch jede Menge Platz - für den Ausbau des Barfuß-Parcours, für Parzellen mit kleinen Beeten, Gemeinschaftsecken. „Flüchtlinge können hier selbst aktiv werden“, sagt Pastor Ranke.

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