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Die sanften Riesen

Irische Wolfshunde in Hardenberg Die sanften Riesen

Gerade war die Internationale Reiterelite auf dem Hardenberg zu Gast, an diesem Wochenende können die größten Hunde der Welt bestaunt werden: irische Wolfshunde. 250 der sanften Riesen sind mit ihren Besitzern in Nörten-Hardenberg, um sich zu präsentieren. Es gibt eine Vielzahl von Wettbewerben.

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Irische Wolfshunde auf dem Hardenberg'schen Landsitz

Quelle: Heller

Nörten-Hardenberg. "Als erstes schaut man als Zuchtschaurichter auf den Gesamteindruck", beschreibt der ehemalige Züchter Günter vom Lehn die Vorgehensweise. "Ich habe nach der ersten Präsentation meist schon einen Favorit", so der Zuchtschaurichter. Hat der Hund noch alle seine 42 Zähne? Ist der Gang leicht und aktiv, das Haar fest und wie sieht es mit der Rippenwölbung aus? "Denn zu dünn dürfen die Tiere nicht sein", betont vom Lehn, der aus gesundheitlichen Gründen das Züchten beendet hat - was er tief bedauert. Er liebt diese Tiere innig und beschreibt die Wichtigkeit der Winkelung von Vorderarm und Hinterlauf und wie ein Ohr auszusehen hat: Etwas geknickt. "Diese schönen Tiere essen etwas so viel wie ein Deutscher Schäferhund, mit einem Kilo Pansen am Tag kommt man gut hin", berichtet vom Lehn. Ganz wichtig, betont er, sei auch der sanfte Blick des Tieres. "Ein stechender Blick oder eng stehende Augen passen nicht zu der Rasse."

Auf dem gesamten Gelände mit mehr als 250 Vierbeinern ist keinerlei Bellen zu hören. Sie scheinen alle routinierte Wettkämpfer zu sein. Aus Argentinien, Mexiko, Italien, Schweden, Norwegen, Belgien, Holland sind die Besitzer der Wolfshunde angereist, um ihre Tiere zu zeigen.

Diese Hundrasse ist derzeit angesagt, 600 bis 800 Welpen gibt es in Deutschland im Jahr, ein Tier kostet zwischen 1.500 und 2.000 Euro. "Aber er benötigt viel Auslauf und am besten noch einen großen Garten", betont vom Lehn und blickt zurück. "Meine Tiere wurden, mit einer Ausnahme, alle älter als sieben, eines sogar über elf Jahre."

Am Sonntag stellen sich am Hardenberg neben den Irischen Wolfshunden noch Afghanen, Whippets, Barsois und Greyhounds vor. Los geht es ab neun Uhr, der Eintritt ist frei, der Parkplatz direkt vor Ort kostenpflichtig. bb

Irische Wolfshunde

Schon seit mehr als 9.000 Jahren beindruckt der Irische Wolfshund, archäologische Funde gehen bis auf das Jahr 7.000 v. Chr. zurück. Seine Widerristhöhe beträgt beim Rüden heute mindestens 79 Zentimeter, bei der Hündin 71 Zentimeter. In der Zeit vor der Einführung der Feuerwaffen wurden Wolfshunde zur Jagd auf Wölfe und Bären eingesetzt, danach wären sie fast von der Bildfläche verschwunden. Der Schotte George Augustus Graham legte Rassestandards fest, kreuzte noch lebende Exemplare mit anderen großen Vierbeinern. Der Irische Wolfshund der Neuzeit war entstanden. Er gilt als die größte Hunderasse der Welt, mit rauen und harten Haar. Heute ist er, weil er so sanftmütig ist, zumeist ein Familienhund. Allerdings hat er eine relativ kurze Lebenserwartung. Ganz selten werden die Tiere älter als zehn Jahre.

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