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„Kirche im Dorf lassen“

SPD erteilt Fusionsvorschlägen eine Absage „Kirche im Dorf lassen“

Der Vorschlag der CDU-Gemeindeverbände Bovenden und Nörten-Hardenberg, die beiden Flecken sollten langfristig fusionieren, ist bei den SPD-Vertretern in den beiden Kommunen auf Unverständnis gestoßen. „Ich sehe keine Notwendigkeit, in Aktionismus zu verfallen“, sagt etwa Werner Vollmer, Sprecher der Nörten-Hardenberger Ratsgruppe SPD/FWG. 

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Bovenden/Nörten-Hardenberg. Und auch für den Bovender SPD-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Heinze steht fest: „Wir lassen die Kirche im Dorf.“

Nach Auffassung der Bovender Genossen gibt es derzeit keine sachliche Begründung. „Das Ganze erscheint als Wahlkampfgetöse“, sagen Heinze und der Orsvereinsvorsitzende der SPD Bovenden, Jörg Ahlborn. Beide weisen darauf hin, dass sich CDU-Mann Harm Adam „als CDU-Kreistagsabgeordneter jahrelang vehement gegen die Fusion der Landkreise Göttingen, Osterode und Northeim gewehrt“ habe. Nun wolle er plötzlich eine Fusion der Gemeinden Bovenden und Nörten-Hardenberg vorantreiben. Die Kommunen würden bereits „hervorragend zusammenarbeiten“, betont auch Vollmer.

In einer Mitteilung weist die Bovender SPD die von der CDU geäußerte Kritik an mangelnder Zusammenarbeit der Betriebshöfe zurück. Das sei sachlich falsch, so Heinze und Ahlborn. „Überall dort, wo es Sinn macht und wo es wirtschaftlich geboten ist, unterstützen sich die beiden Kommunen sinnvoll und unbürokratisch.“

Beide Gemeinden seien wirtschaftlich gesund und entwickelten sich trotz des demografischen Wandels prächtig. Unter diesen Voraussetzungen eine Fusion zu fordern „und einen Identitätsverlust in den Gemeinden herbeiführen zu wollen“, sei aus Sicht der SPD kontraproduktiv. Der Nörtener SPD-Sprecher Vollmer argumentiert ähnlich. Er fürchtet, dass im Falle einer Fusion die Identität der Bürger verloren gehe. Und er stellt die Frage in den Raum: „Welchen Namen sollte denn eine fusionierte Gemeinde haben?“

Die Bovender SPD meint schließlich: „Sollte sich in der Zukunft zeigen, dass die Entwicklung es sinnvoll macht, über engere Zusammenarbeit der Gemeinden nachzudenken und gegebenenfalls eine Fusion zu prüfen, so sollte man mit diesen Überlegungen beginnen, wenn sie sachlich gegeben sind.“

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