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Klostermarkt in Northeim

Mittelalter auf dem Marktplatz Klostermarkt in Northeim

Der historische Klostermarkt verwandelt die Northeimer Innenstadt in jedem Jahr für zwei Tage wieder zurück in die mittelalterliche Zeit. Eröffnet wurde der Markt in diesem Jahr mit einem Umzug der Landsknechte, Stadtoberhäupter, Hökerer und Spielleute.

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Darbietungen beim Klostermarkt

Quelle: Peter Heller

Northeim. Der historische Klostermarkt verwandelt die Northeimer Innenstadt in jedem Jahr für zwei Tage wieder zurück in die mittelalterliche Zeit. Eröffnet wurde der Markt in diesem Jahr mit einem Umzug der Landsknechte, Stadtoberhäupter, Hökerer und Spielleute.

„An dem Umzug haben rund 40 Personen teilgenommen“, berichtete Tanja Bittner vom Stadtmarketing Northeim. Zur offiziellen Eröffnung des Marktes durch den stellvertretenden Stadtbürgermeister Wolfgang Händel (SPD) und den stellvertretenden Kreishandwerksmeister Götz Girmann seien dann etwa 200 Personen auf den Münsterplatz gekommen. „Wir wollen während des Marktes auch altes Handwerk präsentieren“, sagte Bittner. Zu den alten Berufen, die sich präsentierten, gehörten unter anderen die Dachdecker, die alte Schindel bearbeiteten, und das Sattlerhandwerk. Hier wurde gezeigt, wie Leder früher verarbeitet wurde. „Die Freyschar zu Bokenrode zeigen zudem Schwertkämpfe auf dem Münsterplatz“, so Bittner. Die Landsknechte Northeim stellten auf dem Wall die Verteidigung der Stadt nach. „Außerdem haben wir ein breites Angebot für Kinder. Sie können sich zum Beispiel selbst im Drechseln, Schmieden, in der Glasbläserei und dem Eismachen probieren“, sagte Bittner. Die Masse für das Eis wird traditionell von den Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins Gillersheim hergestellt. Hierfür werde nach Aussage von Inge Schmidt für Vanilleeis Milch, Zucker, echte Vanilleschote, Sahne und Vanillepuddingpulver verwendet. „Hieraus wird dann ein dünner Pudding gekocht, der dann wieder erkalten muss und in die alte Eismaschine gegeben wird. Von außen wird die Masse mit zerstoßenem Eis, dem Salz beigefügt ist, gekühlt“, erläuterte Schmidt. Die Masse müsse dann mithilfe der Kurbel gerührt werden. Zudem müsse durch Rühren mit einem Holzstab Luft in die Masse gegeben werden, damit sie nicht zu einem großen Klumpen wird. „Bei richtig warmem Wetter kann es bis zu drei Stunden dauern, bis aus der Masse Eis wird“, so Schmidt. Außer Vanilleeis hatten die Gillersheimer auch Schokoladeneis im Angebot.

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Klostermarkt in Northeim

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Am Sonnabendnachmittag wurde zudem der schönste Marktstand gekürt. Die Delegation der außer Händel, Giermann und Bittner auch die Vorsitzende des Stadtmarketings Doris Ohlmer angehört, hatte sich die Stände nach der Eröffnung angeguckt. „Uns ist wichtig, dass sie zum Ambiente passen und vor allem aus Naturmaterialien bestehen“, erläuterte Bittner. Außerdem sei eine zum Thema passende Dekoration nicht verkehrt. Mit dem ersten Platz wurde Megan Kaiser für ihren Kartoffelpufferstand ausgezeichnet. „Die Auszeichnung erfüllt uns mit großer Freude. Denn wir haben in den Stand und vor allem die Dekoration viel Herzblut gesteckt“, erklärte Megans Mutter Dagmar Kaiser. Bei der Dekoration des Standes, den die Familie vor drei Jahren angeschafft hat, setzt sie auf Dinge, die zu ihrem Angebot passen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Äpfel und Zwiebeln.

Von Vera Wölk

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