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Kostendruck beim Bestattungswesen

Ausschuss zu Angeboten und Gebühren Kostendruck beim Bestattungswesen

Ein etwas konfuses Ende fanden die Beratungen in der jüngsten Finanzausschusssitzung in Hardegsen zum Thema Bestattungswesen. Gleich dreimal kam es zur Sprache, doch zu später Stunde stimmten fast alle für einen Antrag, den keiner so recht konkret formuliert hat.

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Quelle: Scholz/dpa (Symbolfoto)

Hardegsen. Unterm Strich einigten sich die Kommunalpolitiker darauf, dass die Verwaltung möglichst bald eine neue Gebührenkalkulation vorlegen soll, damit der Kostendeckungsgrad bei den Friedhöfen mindestens 70 Prozent erreicht. Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) wies darauf hin, dass von Kommunen ein Kostendeckungsgrad von 100 Prozent verlangt werde. Laut Betriebsabrechnung für die Jahre 2012 bis 2014 wurden in Hardegsen im vorletzten Jahr aber nur 52,59 Prozent erreicht. 2012 waren es noch 71 und 2013 fast 73 Prozent.

Stadtkämmerer Manfred Schöfer und Heiko Gerhardy, Leiter des Fachbereichs Soziales, erläuterten, dass die Kosten für die Bewirtschaftung der Friedhöfe, Fahrzeuge und Maschinen nahezu konstant geblieben sind. Allerdings habe es 2014 nur 55 Beisetzungen gegeben (2013: 74 und 2012: 61). Zuvor hatte das Gremium bereits bei der Beratung des Haushaltsentwurfes für 2016 über das Thema Friedhöfe ­diskutiert. Schon da betonte Gerhardy, dass die Kalkulationsgrundlage für die Einnahmen – 2016 sind mit Blick auf eine Gebührenanpassung 101 000 Euro eingeplant – mit der Zahl der Bestattungen „steht und fällt“.

Um die Strukturen des Bestattungswesen für die Stadt Hardegsen grundsätzlich zu überdenken, wollte die Verwaltung einen Arbeitskreis einrichten. Einer der Gründe, um das Angebot zu überdenken: Der Trend weg vom klassischen Erdgrab hin zur Feuerbestattung mit Urnengrab zeichne sich deutlich ab. Im Zehn-Jahres-Schnitt liegt das Verhältnis in Hardegsen bei rund 32 Prozent für Erd- und bei etwa 68 Prozent für Urnenbestattungen. Einen Arbeitskreis lehnte der Ausschuss indes ab. Es sei Aufgabe der Verwaltung, Vorschläge vorzulegen.

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