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Landkreis Northeim sucht Fusionspartner

Nachbarkreise antworten auf eine Anfrage der Kreisverwaltung Landkreis Northeim sucht Fusionspartner

Der Landkreis Northeim hat bei den Nachbarkreisen angefragt, ob Interesse an einer Fusion bestehe. Die Antworten liegen mittlerweile alle vor.

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Den Inhalt will Northeims Erster Kreisrat Hartmut Heuer erstmals während der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses am Montag, 18. Januar, vorstellen.

Quelle: Archiv

Northeim. Den Inhalt will Northeims Erster Kreisrat Hartmut Heuer erstmals während der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses am Montag, 18. Januar, vorstellen. Einen entsprechenden Auftrag hatte die rot-grüne Mehrheit im Kreistag der Verwaltung erteilt. „Die Gespräche sind 2013 vor allem an persönlichen Differenzen der politisch Verantwortlichen gescheitert“, sagt Johannes Antpöhler, der grüne Fraktionsvorsitzende.

Nach dem Ausscheiden des Northeimer Landrats Michael Wickmann (SPD) aus gesundheitlichen Gründen und vor der Wahl eines neuen Landrats am 28. Februar sei die Zeit derzeit für Verhandlungen günstig. Heuer, der bald in Ruhestand gehe, solle sie führen. So sei niemand beteiligt, der persönliche Interessen verfolge.

Mittlerweile sind die „massiven strukturellen Probleme des Landkreises“ nach Einschätzung Antpöhlers offenkundig. Die finanzielle Lage sei „nicht grade rosig“. Die Einwohnerzahlen würden seit Jahren sinken. Eigentlich hätten die Fusionsanfragen schon Monate früher gestellt werden sollen. Die Verwaltung sei aber derzeit durch die vielen Flüchtlinge stark gefordert.

Aus Sicht der Grünen machen Verhandlungen vor allem mit dem Landkreis Göttingen/Osterode Sinn, zu dem enge Beziehungen bestünden. Auch eine Fusion mit Holzminden sei vorstellbar, auch wenn der Solling beide Kreise trenne. Wegen der großen Distanzen räumt Antpöhler Verbindungen mit Hildesheim oder Goslar wenig Chancen ein.

Nichts von der Suche nach Fusionspartnern hält die CDU. Die Anfragen vermittelten den Nachbarn, aber auch der eigenen Bevölkerung den Eindruck, „der Landkreis Northeim packt es nicht mehr alleine“, sagt CDU-Landratskandidat Bernd von Garmissen. So lasse sich keine „Aufbruchstimmung“ und keine „Stärkung unseres Selbstwertgefühls“ erreichen. Allerdings will auch der Kandidat nicht ausschließen, dass sich „zu einem späteren Zeitpunkt Strukturfragen“ stellen werden.

Von Michael Caspar

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