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Chinesen planen Meditationszentrum

MPS-Areal in Lindau Chinesen planen Meditationszentrum

Das Unternehmen Hubei Liuzu Culture Transmit aus dem chinesischen Wuhan will das seit 2014 leerrstehende Max-Planck-Areal am Ortsrand von Lindau erwerben und zum Meditationszentrum machen. Der Standort soll dessen Deutschland- und Europa-Zentrum und Sitz der deutschen Tochtergesellschaft werden.

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Die Gäste aus China mit Bürgermeister Uwe Ahrens (Mitte).

Quelle: art

Lindau. Als Schwerpunkt seien Zen-Meditationskurse vorgesehen, die auch in einer speziellen Variante für Geschäftsleute angeboten würden, erklärte Vorstandsvorsitzende Yayu Wang am Montag in Katlenburg. Gedacht sei auch an die Ausbildung von Meditationsleitern. Zu thematischen Schwerpunkten der geplanten Projekte in Deutschland zähle außer Gesundheit auch Bildung.

Die Initiatoren streben eine Kooperation mit den Universitäten Göttingen, Hamburg und anderen europäischen Hochschulen an, ins Auge gefasst sei auch die Ausrichtung von internationalen wissenschaftlichen Konferenzen. Zu weiteren Schwerpunkten gehörten Kunst, wohltätige Projekte und Kultur. Für Juni sei ein Zen-Kultur-Festival geplant.

Starten will das Unternehmen mit zehn Mitarbeitern. Die Chinesen hoffen, dass die Kaufverhandlungen mit der Max-Planck-Gesellschaft bis Ende April abgeschlossen sind. Erwerben wollen sie sowohl Gebäude als auch die zugehörigen Flächen.

Begleitet werden die Investoren vom China Business Centre in Hamburg (CBCH). Eine äußere Umgestaltung der Gebäude sei nicht notwendig, erklärte dessen Mitarbeiterin Xiaowei Lu. Eine neue Kantine werde an ihrem ursprünglichen Standort errichtet, in zwei Gebäuden sollen Wohnungen entstehen, in denen Kursteilnehmer und Veranstaltungsbesucher übernachten könnten, im Energie- und Versorgungsgebäude seien Einzimmerwohnungen für Mitarbeiter der Hausverwaltung geplant. Ein Gebäude solle zu für buddhistische Veranstaltungen genutzt werden. Dort sei auch der Aufbau von Buddha-Statuen vorgesehen.

„Durch zahlreiche Veranstaltungen soll ein Austausch zwischen der chinesischen Kultur und der lokalen Kultur ermöglicht werden“, erklärte Lu. Für Katlenburg-Lindau könne das Vorhaben zu mehr „internationaler Zusammenarbeit in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen“ führen und zum Aufbau einer Partnerschaft zwischen der Gemeinde und einer chinesischen Stadt.

Das Projekt könne außerdem dazu beitragen, Investoren für die Gemeinde zu gewinnen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den lokalen Tourismus zu fördern. Die Entscheidung zugunsten von Katlenburg-Lindau sei unter anderem wegen der „günstigen Verkehrslage, der Nähe zur Universität und den Max-Planck-Instituten in Göttingen“ gefallen, erläuterte Lu.

Ablauf: Die ersten Gespräche mit den chinesischen Investoren hat es im Oktober vergangenen Jahres gegeben, berichtete Uwe Ahrens, Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau, am Rande der Präsentation und ergänzte: „Wir gehen in das dritte Jahr des Leerstandes, da ist es sehr, sehr positiv, dass man jetzt einen Interessenten für den neueren Komplex des Max-Planck-Institutes gefunden hat.“

Die Gemeinde werde das Vorhaben im Rahmen der Bauleitplanung begleiten, kündigte der parteilose Gemeindebürgermeister an. Er rechnet damit, das bis Ende Juni, spätestens aber Anfang Juli, ein Beschluss über die Änderung des Flächennutzungsplans erfolgen könne. Ahrens: „Das Ganze muss dann noch dem Landkreis zur Genehmigung vorgelegt werden.“

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