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Mehr Licht für dunkle Hinterhöfe

Abriss Mehr Licht für dunkle Hinterhöfe

Lassen sich Gebäude in den zugebauten Innenhöfen abreißen, um Platz für Gärten und Balkone zu schaffen? Lassen sich Parkdecks anlegen, um die Parksituation in den engen Straßen zu entspannen? Um solche Fragen geht es beim Sanierungsprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz in Hardegsen.

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Für Interessierte gab es in Hardegsen einen Rundgang durch die Altstadt und das Sanierungsgebiet.

Quelle: Theodoro da Silva

Hardegsen. 20 Bürger waren am Freitagnachmittag zu einem ersten Rundgang des Sanierungsbeirats durch die nördliche Altstadt gekommen. Zwei Stunden lang schauten sie sich gemeinsam mit Bürgermeister Michael Kaiser und den beiden Stadtplanern Hans-Joachim Brudniok und Dirk Puche zwischen Burg und Langer Straße, zwischen Freibad und alter Stadtmauer um. Dicht bebaut sind die Grundstücke in diesem Bereich. Entsprechend dunkel sind die Wohnungen.

Aufwerten durch mehr Grün

Durch Abriss alter Scheunen oder gewerblich genutzter Immobilien ließe sich mehr Licht in die Hinterhöfe bringen, regten die Stadtplaner an. Mehr Grün würde die Wohnungen aufwerten. So ließe sich zudem Raum für die Anlage von Parkdecks schaffen. In den engen Gassen, aber auch auf den Grundstücken finden sich nicht ausreichend Stellplätze.

Ein Thema ist die energetische Quartierssanierung. Zu den Teilnehmern des Rundgangs gehörte Joachim Weingarten, Vorstand der Bürgerenergie Hardegsen. Ein Blockheizkraftwerk, so eine Idee, könnte zum Beispiel im Freibad bereits im Frühjahr und in kühlen Sommern für warmes Wasser sorgen und so die Attraktivität des Bads steigern.

An die neue Wärme- und Stromversorgung ließen sich auch Häuser im Viertel anschließen. Das Fernwärmenetz könnte bei der anstehenden Sanierung der Straßen verlegt werden.

Fassaden zum Vorschein bringen

Beim Programm Städtebaulicher Denkmalschutz geht es zudem um die Abnahme der verschiedenen Behänge von alten Fachwerkhäusern. Zinkblechrauten und Eternit, Bitumen, Schiefer und Holz sollen verschwinden, um die Fassaden wieder zum Vorschein zu bringen.

„Dafür erhalten private Investoren eine Förderung“, warb Stadtplaner Brudniok bei den Bürgern. Sie sollten ihre Nachbarn informieren. Brudniok regte zudem eine Pflasterung der Straßen mit Betonsteinen an.

Von Michael Caspar

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