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Modellieren an Momo und Zwerg Nase

Theater der Nacht Skulpturen Northeims Modellieren an Momo und Zwerg Nase

14 angehende Bildhauer arbeiten vor dem Theater der Nacht in der sogenannten Skulpturen-Werkstatt. Hier entstehen unter den Augen von Passanten sechs Figuren, die an ihren künftigen Standorten in der Innenstadt auf märchenhafte Weise die Northeimer Stadtgeschichte beschreiben.

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Julia Nowak arbeitet an der liegenden Regentrude.

Quelle: CH

Northeim. In der Skulpturen-Werkstatt vor dem Theater der Nacht lassen sich seit dem Himmelfahrtstag 14 Schüler der Berufsfachschule für Schreinerei und Schnitzerei aus Berchtesgaden beim Modellieren der Figuren gerne über die Schulter schauen. Sie sind im dritten Ausbildungsjahr und werden bei handwerklichen Fragen unterstützt von ihrem Fachlehrer Hannes Stellner, der ebenfalls mit nach Northeim gekommen ist.

Damit das Material für die Skulpturen - eine Feinmörtelschicht umgibt mit Glasfaser verstärkten Beton, der wiederum einen Hartschaumkern bedeckt - nicht zur Neige geht, dafür sorgt Theater-der-Nacht-Leiter Heiko Brockhausen. Die jungen Leute arbeiten konzentriert in den Zelten. In den ersten Tagen wurden die Formen der Figuren aus Hartschaum gefertigt, es folgen weitere Schichten Beton und Mörtel, bis schließlich in einer dünnen äußeren Schicht die Skulpturen ihr endgültiges Aussehen bekommen. Dazu werden alkalifreie natürliche Farben dem Zement beigemischt, erklärt Ulrich Mekiska.

Wie sich Pigmentierungen herstellen lassen, hat kurz zuvor Clara Weinberger in einem Fachbuch nachgeschlagen. Unterdessen modellieren Christina Wenig und Josepha Grube an Momos Körper. Nebenan trägt Julia Nowak der Regentrude eine sogenannte Schlickerschicht auf. Eine Schutzfolie verhüllt derweil den fast fertigen Zwerg Nase, damit er nicht zu schnell trocknet und Risse bekommt, erklärt Brockhausen.

Die offene Skulpturen-Werkstatt, sagt Weinberger, „macht Spaß“ und vermittle Baustellenfeeling. Es sei spannend, und sie könnten immer etwas Neues dazulernen. Und während ihnen in der improvisierten Werkstatt vor dem Theater der Nacht immer wieder Passanten interessiert bei der Arbeit zusehen, sei in der Stadt selbst „ja nicht so viel los“, meint einer der Bildhauer-Schüler. Nowak bricht indes eine Lanze für die „kleine, mittelalterliche Stadt“ mit den „schönen Fachwerkhäusern“. Und am Wieterturm und an den Kiesseen sei es auch sehr schön, ergänzt Lukas Ott.

Zum Ende ihres Aufenthaltes in Northeim sollen alle sechs Skulpturen fertig sein. Am Sonnabend, 21. Mai, sei ein Abschlussfest geplant, kündigt Brockhausen an.

Das Projekt, die Figuren und ihre Standorte

Das Projekt Skulpturen-Werkstatt: von Theater der Nacht, Stadt Northeim und der Kreissparkasse Northeim soll die Attraktivität der Stadt steigern. Die städtischen Gremien haben die Figuren anhand einer Auswahl an Mustern ausgewählt und die künftigen Standorte in der Innenstadt bestimmt. Die „Regentrude“ soll am Brunnenrand am Bleichwall ihren Platz finden, die Sklulptur „Schatzkiste / Mondnacht“ am Museumseingang soll auf den Münzschatz von Höckelheim hingeweisen, „Zwerg Nase“ wird vor dem Hotel Schere an der Breiten Straße stehen, das „Kräuterweib Geiß Käthe“ findet am Adolf-Hueg-Wall seinen Platz, „Momo“ soll an der Kreissparkassen-Hauptstelle in der Fußgängerzone nach der Zeit sehen, und ein, vielleicht auch zwei Zwerge werden an der Stadtmauer zu sehen sein.

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