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Polizei rätselt über Schuhspur

Mordkommission präsentiert Fußabdruck Polizei rätselt über Schuhspur

Vor fast genau drei Monaten ist in der Stubenstraße eine 23-Jährige an den Folgen einer mutmaßlichen Messerattacke gestorben. Seither arbeiten die Ermittler der Mordkommission (Moko) „Stube“ an der Aufklärung des Falls und wenden sich jetzt mit einem Schuhabdruck an die Öffentlichkeit.

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In der Stubenstraße brach am 11. August eine junge Frau schwer verletzt zusammen (oben). Auf der Spur des Täter: Wer kennt diesen Schuhabdruck (unten)?

Quelle: Peter Heller

Hardegsen. Die Spur sei in unmittelbarer Nähe zum Tatort gesichert worden, sagt Polizeisprecher Uwe Falkenhain. Man gehe davon aus, dass der Abdruck mit der Tat in Verbindung stehe. Daher sei es für die weiteren Ermittlungen von besonderer Bedeutung zu klären, um welchen Schuhtyp und welche Marke es sich handeln könnte. Der 18-köpfigen Moko gehören auch Kriminaltechniker des 5. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Northeim/Osterode an. Diese hatten bereits in der Nacht des 11. August in der Umgebung der Stubenstraße zahlreiche Spuren gesichert und bearbeitet. Anschließend ging das Material zur Auswertung zum Landeskriminalamt Niedersachsen. Die Tatwaffe konnte bisher nicht gefunden werden.

Ausschließen können die Ermittler mittlerweile, dass die 23-Jährige Opfer eines Raubes oder eines Sexualdeliktes wurde. Zum genauen Tatablauf machen Polizei und Staatsanwaltschaft jedoch weiter keine Angaben. Zeugen hatten am Tag nach der Tat berichtet, dass die junge Frau am Abend von der Arbeit gekommen und in der Nähe des Kindergartens aus dem Auto ausgestiegen war, um zur Wohnung der Schwester zu gehen, wo sie übernachten wollte. Auf dem Weg soll der Täter ihr aufgelauert haben. Es kam zum Streit und zur handgreiflichen Auseinandersetzung, bei der das Opfer tödlich verletzt wurde. Die Frau rief um Hilfe, brach auf dem Bürgersteig der Stubenstraße zusammen und erlag später in der Uni-Klinik ihren Stichverletzungen.

Als Tatverdächtiger sitzt noch immer ein heute 29-jähriger Mann aus Einbeck in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf. Der frühere Lebensgefährte des Opfers war zwei Stunden nach der Tat in seiner Hardegser Wohnung festgenommen worden. Bei einem von seiner Verteidigung beantragten Haftprüfungstermin im September bestätigte das Amtsgericht Northeim den dringenden Tatverdacht. Auch nach einer Haftbeschwerde im Oktober beim Landgericht Göttingen wurde der Untersuchungshaftbefehl nicht aufgehoben.

Mit der Schuhspur wendet sich die Polizei jetzt erneut an die Bevölkerung. „Wir fragen: Wer kann Hinweise zu der abgebildeten Spur geben? Wer besitzt einen Schuh mit einer derartigen Sohle und kann daher Marke und Typ benennen?“, so Falkenhain. Hinweise werden von der Moko „Stube“ unter der Telefonnummer 0 55 51/ 7 00 50 entgegengenommen.

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