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NPD-Politiker spricht beim „Freundeskreis“

60 Teilnehmer in Lindau NPD-Politiker spricht beim „Freundeskreis“

Bei der Kundgebung des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ in Lindau hat am Sonntag ein neuer Redner gesprochen: Matthias Fiedler, Abgeordneter der NPD im Heiligenstädter Stadtrat. Das Bündnis „bunt statt braun“ unterstützten die SPD-Abgeordneten Frauke Heiligenstadt und Wilhelm Priesmeier.

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Quelle: Müller

Lindau. „Wir sind hier, um deutlich zu machen, dass Katlenburg-­Lindau eine tolerante und friedliche Stadt ist“, sagte Heiligenstadt. Seit Beginn der Demonstrationen des „Freundeskreises“ in Lindau wolle auch die niedersächsische Kultusministerium mit ihrer Teilnahme ein Zeichen setzen: „Wir sind immer mehr als die anderen.“ Nach Zählung der Veranstalter fanden sich bei leichtem Nieselregen etwas mehr als 100 Lindauer und Gäste ein. Auf Seiten des „Freundeskreises“ trafen sich nach Angaben des Veranstalters und der Polizei am Marienplatz 60 Personen.

Fiedler sagte vor dem „Freundeskreis“, man habe es sich nun zur Aufgabe gemacht, Bürgerinitiativen zu gründen, wo bislang nur Mahnwachen stattfanden. So werde sich in Leinefelde gerade die „Patriotische Bürgerbewegung“ formieren. Außerdem sprach er von einem Besuch mit Freunden aus Duderstadt und Göttingen bei der „Volksbewegung Nordthüringen“ in Nordhausen. Es müsse der Wandel von der Protestbewegung zur Bürgerbewegung vollzogen werden. „Wir haben zum ersten Mal seit der inszenierten Revolution 1990 die Möglichkeit, dieses Land zu vereinen“, so der NPD-Politiker. Es sei jetzt die Zeit zum Handeln, denn auch für Lindau werde das Erwachen kommen.

„Manchmal herrscht einfach eine Angst vor dem Unbekannten“, äußerte Andreas Körner bei der Gegenkundgebung in seinem kurzen Statement zum christlichen Menschenbild. Es sei tatsächlich eine große Zahl von Flüchtlingen, betonte der katholische Pfarrer und gebürtige Lindauer, die vielleicht im ehemaligen Max-Planck-Institut unterkämen. Aber, so Körner: „Jeder Mensch hat eine Würde, egal aus welcher Religion oder Kultur er kommt.“ Christen, so lehre es die Bibel, müssten sogar offener auf Fremde zugehen.

Ein Zugehen auf den Freundeskreis, der 400 Meter entfernt demonstrierte, lehnte Priesmeier allerdings ab. Ein Dialog mit solchen Leuten vom rechten Rand führe zu nichts, äußerte der Bundestagsabgeordnete entschieden. Lore Exner, Sprecherin des Bündnisses „bunt statt braun“ kündigte den Besuchern an, dass es in Kürze eine Infoveranstaltung zum geplanten Heim gebe. Zudem habe der „Runde Tisch der Flüchtlingshilfe“ vor, Einheimische und Neuangekommene in der kommenden Woche bei einem Willkommensfest miteinander bekannt zu machen. gm/rf

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