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Mord statt Totschlag?

Prozess um getötete Frau in Hardegsen Mord statt Totschlag?

Im Prozess um die Tötung einer 23-jährigen Frau in Hardegsen gibt es eine neue Entwicklung. Der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer, Tobias Jakubetz, erteilte in der jüngsten Verhandlung den Hinweis, dass im Falle eines Schuldspruchs auch eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht komme.

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Göttingen / Hardegsen. Die Staatsanwaltschaft hat den 29-jährigen Ex-Freund der Getöteten dagegen wegen Totschlags angeklagt. Während Totschlag mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren bestraft wird, würde dem Angeklagten bei einer Verurteilung wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe drohen.

Das Gericht gab mit dem rechtlichen Hinweis einem Antrag des Nebenklagevertreters Rechtsanwalt Steffen Hörning statt. Dieser hatte seinen Antrag damit begründet, dass möglicherweise das Mordmerkmal der Heimtücke vorliege. Aus den Aussagen diverser Zeugen ergebe sich, dass die 23-Jährige zu keiner Zeit mit einem Angriff ihres Ex-Freundes gerechnet habe und sie zum Zeitpunkt der Attacke arg- und wehrlos gewesen sei.

Laut Anklage soll der 29-Jährige seiner Ex-Freundin im August vergangenen Jahres abends in Hardegsen aufgelauert und sie nach einem Streitgespräch auf offener Straße mit einem Messer niedergestochen haben. Die 23-Jährige erlag noch in der Nacht im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Von Heidi Niemann

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