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Christuskirche öffnet ihre Pforten wieder

Nörten-Hardenberg Christuskirche öffnet ihre Pforten wieder

Nach rund drei Jahren Sanierung öffnet die evangelische Christuskirche in Nörten-Hardenberg am Sonntag wieder ihre Pforten. Landesbischof Ralf Meister predigt während des Festtages im Gottesdienst.

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Durch die Sanierung soll die evangelische Kirchengemeinde in Nörten-Hardenberg zukunftsfähig werden, meint Pastor Wolfgang Schillak.

Quelle: Harald Wenzel

Nörten-Hardenberg. Die 1904 geweihte neogotische Kirche steht unter Denkmalschutz. 1,4 Millionen Euro hat die Sanierung laut Pastor Wolfgang Schillak gekostet. Das Geld verteilt sich auf drei Bauabschnitte, von denen der dritte zunächst gar nicht geplant war. Nach Beginn der Arbeiten waren jedoch noch Schäden im Gebälk des Turmes festgestellt worden. Sie wurden beseitigt, der Turm erhielt eine neue Schiefereindeckung. Im ersten Abschnitt wurde wie geplant das Dach des Kirchenschiffes neu gedeckt. Im zweiten Abschnitt wurden die Kirchenfenster grundlegend saniert.

Die Sanierung wurde komplett von der Landeskirche bezahlt, auch weil die Christuskirche als besonderes Bauwerk eingestuft wird. Neogotische Kirchen gibt es zwar viele - aber nur selten ist die Innenausstattung noch derart unverändert erhalten wie in der Christuskirche. So zählen Fenster, Uhrwerk, Leuchter, Fußboden, Kirchenbänke und Altar noch zur Erstausstattung.

Aus eigenen Mitteln hat die Kirchengemeinde zudem für 10.000 Euro die Beschallungsanlage erneuert, um sie modernen Bedürfnissen anzupassen. Die Sanierung der Sakristei kostet 4.500 Euro. Am Festtag soll damit begonnen werden, die 8.000 Euro für das nächste Projekt, eine moderne Anlage für Schwerhörige, zu sammeln. Darüber hinaus soll ein Beleuchtungskonzept für die Kirche erprobt werden. Das Ringen um eine moderne Heizung - die alte ist bereits stillgelegt - hält laut Schillak noch an. Die Finanzierung für ein Konzept mit einem Blockheizkraftwerk für mehrere kirchliche Gebäude steht jedoch noch nicht ganz. Ein Teil der benötigten 350.000 Euro fehlt noch.

Im Zuge der Altstadtsanierung ist mittlerweile auch der Kirchplatz in annähernd historischer Gestalt restauriert worden. Hinzu gekommen ist eine Außenbeleuchtung der Fassade und eine Rampe für den barrierefreien Zugang.

Die Substanzerhaltung der Kirche ist für Schillak wichtig. Es geht ihm jedoch nicht allein um die Erhaltung eines Denkmals, sondern vor allem darum, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass in der Gemeinde eine zukunftsfähige Arbeit geleistet werden kann. Die Sanierung sei ein Aufbruch, kein Endpunkt.

Der Festtag am Sonntag, 5. Juni, beginnt um 13.10 Uhr mit Musik vom Turm und dauert bis zum Abendsegen um 18.30 Uhr. Der Gottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister beginnt um 14 Uhr.

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