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Nörten träumt von Ikea-Ansiedlung

Geplanter Gewerbepark Nörten träumt von Ikea-Ansiedlung

Göttingen müsse sich stärker für die Ansiedlung neuer Industrien engagieren. Das hat die Göttinger Junge Union (JU) mit neidischem Blick auf den geplanten Gewerbepark bei Nörten-Hardenberg gefordert. In Gedankenspielen träumt man dort indes von einer Ikea-Ansiedlung.

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Vorerst nur ein Gedankenspiel: Ikea-Fahnen auf dem Gelände des geplanten Nörtener Gewerbeparks.

Quelle: Hinzmann / Stettin (IKEA)

Nörten-Hardenberg. „Langfristig kann ein neuer Gewerbepark einen extrem hilfreichen Beitrag zum fiskalischen Wohlergehen einer Kommune leisten und darüber hinaus wertvolle Arbeitsplätze schaffen“, so Simeon Atkinson von der Jungen Union Göttingen. Hintergrund der JU-Mitteilung sind die Pläne des Fleckens Nörten-Hardenberg, wo auf 35 000 Quadratmetern Fläche in unmittelbarer Nähe der A-7-Abfahrt die Firma Amitera die Planung für einen Gewerbepark entwickeln will. Nach Auffassung der JU habe Nörten die Chancen erkannt. Deshalb müsse Göttingen nachziehen. Stadtverwaltung und Kommunalpolitik müssten sich stärker für die Ansiedlung neuer Industrien engagieren, fordert die JU.

Nörten-Hardenbergs Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) geht mit Blick auf die JU-Forderung nicht von einer Neiddebatte aus. Vielmehr sehe sie darin die Arbeit des Fleckens und der politischen Gremien „auf eine besondere Art und Weise positiv hervorgehoben“. Das Interesse an dem geplanten Gewerbepark nördlich der Bundesstraße 446 sei sehr groß und es gebe bereits mehrere Anfragen interessierter Firmen, so Klinkert-Kittel. Grundsätzlich müsse eine Gewerbeansiedlung für ein Unternehmen finanziell interessant sein. Nörten-Hardenberg biete gute Konditionen, sagt die Bürgermeisterin und nennt einen „attraktiven Gewerbesteuerhebesatz von 330 Prozent“ als eines der Standort-Kriterien.

Zum Vergleich: In Göttingen liegt der Steuersatz bei 430 Prozent. Weiterhin spiele für die Standortentscheidung eines Unternehmens neben einer guten Verkehrsanbindung auch eine „unkomplizierte Unterstützung“ und ein „deutliches Zeichen an die Firmen, dass sie willkommen sind“ eine Rolle, so Klinkert-Kittel weiter. Willkommen wäre der Bürgermeisterin auch ein Unternehmen wie Ikea, das sie sich in Gedankenspielen für eine grundsätzlich mögliche Erweiterung des neuen Gewerbeparks gut vorstellen könnte. Entgegen anderslautender Berichte habe es aber bislang „mit Ikea noch keinen Kontakt gegeben“, stellt sie klar.

„Wir sind offen, wenn Kommunen uns Grundstücke vorschlagen“, sagt eine Ikea-Sprecherin auf Tageblatt-Anfrage. Immerhin plant das Unternehmen in den nächsten Jahren 20 neue Häuser bundesweit. „Bei der Planung einer Ansiedlung spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle“, sagt sie. Dazu zählten etwa, „wie weit das nächste Ikea-Einrichtungshaus entfernt ist, wie das Einzugsgebiet aussieht, die Lage/Verkehrsanbindung und die Grundstücksgröße, aber natürlich auch gesetzliche und planungsrechtliche Vorgaben. Kommunen, die Ikea ein Grundstück anbieten möchten, können das natürlich tun,“ so die Unternehmenssprecherin. „Wir prüfen das entsprechend.“ Klinkert-Kittel könnte sich langfristig ein entsprechendes Angebot an Ikea gut vorstellen.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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