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Northeim: ALFA-Regionsverband gründet sich

Arbeit am Aufbau einer "seriösen bürgerlichen Partei" Northeim: ALFA-Regionsverband gründet sich

Nach der Absage des Gründungstreffen für den Regionsverband Südniedersachsen der Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch durch den Betreiber des Northeimer Restaurants Dinx kündigt der ALFA-Landesvorstand an, weiter "am Aufbau einer seriösen bürgerlichen Partei" zu arbeiten.

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Alfa-Alphatier Bernd Lucke

Quelle: dpa

Northeim. Der Landesverband wolle sich nicht beirren lassen. "Wer versucht, bereits die Gründungsversammlung eines ALFA-Regionsverbandes zu verhindern, wird damit zugleich Parteien wie die AfD stärken", heißt es in einer Stellungnahme des Landesverbandes.

Der Wirt des Dinx hatte den Vertrag über einen von ALFA für die Gründungsversammlung in seinem Lokal gebuchten Veranstaltungsraum am Mittwoch gekündigt. Sein Restaurant sei kein Ort für Parteiveranstaltungen, er sorge sich um den Ruf seines Ladens, sagte er. Erst die Northeimer Polizei habe ihn am Mittwoch auf die für Montag geplante Parteiveranstaltung der ALFA aufmerksam gemacht. Sie habe sich "vorsorglich" bei ihm gemeldet. Unklar ist weiterhin, welche Erkenntnisse der Polizei zu möglichen Demonstrationen gegen die Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke vorliegen. Die ALFA selbst spricht von  "vermutlich linksextremistischen Veranstaltungsgegnern", die Einfluss auf den Wirt genommen hätten. Dieser wollte sich dazu nicht äußern.

Die ALFA wolle "keine politischen Verhältnisse wie in Frankreich oder Griechenland, wo schon heute radikale Kräfte von links und rechts stark im Aufwind sind". Sie grenze sich, "anders als alle etablierten Parteien, durch seine in der Satzung verankerten politischen Grundsätze eindeutig von allen extremistischen Positionen, Parteien und Organisationen ab". Darin wird "die Ablehnung ausländerfeindlicher, rassistischer, nationalistischer, antisemitischer,  islamfeindlicher, islamistischer, homophober, rechts- oder linksradikaler Positionen  sowie die Ablehnung aller Parteien, Organisationen und Medien, welche solche Positionen vertreten oder ihnen Raum geben" als Parteigrundsatz erklärt.

ALFA-Landessprecher Hergen Frerichs kündigte an, inzwischen neue Räumlichkeiten für das Gründungstreffen gefunden zu haben. Wo, wollte er nicht nennen. Das Treffen finde nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

Dem neuen südniedersächsischen Verband sollen die Alfa-Mitglieder aus den Kreisen Hameln, Hildesheim, Holzminden, Goslar, Northeim, Göttingen und Osterode angehören. Nach Frerichs Angaben sind das derzeit rund 40. Landesweit habe die Lucke-Partei etwa 250 Mitglieder.

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