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Northeim: Im Vorbeifahren mit Schusswaffe gedroht

19-Jähriger zielt auf der A7 auf Fahrer eines überholenden Autos Northeim: Im Vorbeifahren mit Schusswaffe gedroht

Die Szene wirkt selbst in Tatort-Krimis meist wie Slapstick: Da kommen zwei sich überholende Autos auf gleiche Höhe, plötzlich zielt einer der Fahrer mit einer Schusswaffe auf den anderen. So geschehen am Sonntag bei Northeim auf der A 7. Diesmal hat die Polizei den Waffenbesitzer schnell gefasst.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Northeim/Hildesheim. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 15.40 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Northeim West in Fahrtrichtung Hannover. Ein 22 Jahre alter Mann aus Bad Gandersheim war mit seinem VW Golf unterwegs. Als er gerade einen anderen Golf aus dem Main-Kinzig-Kreis überholte, fiel ihm auf, wie dessen Fahrer mit einer Schusswaffe auf ihn zielte. Reflexartig habe sich der Überholer geduckt, machte eine Vollbremsung und alarmierte die Polizei mit dem Handy, heißt es im Polizeibericht. Der Waffenbesitzer fuhr unterdessen weiter in Richtung Norden.

Weil der bedrohte Autofahrer eine Beschreibung des Fahrzeugs durchgeben konnte, wurde der gesuchte Golf später auf der Bundesstraße 82 in der Nähe der Anschlussstelle Rhüden im Landkreis Hildesheim entdeckt und gestoppt. Am Steuer saß ein 19-Jähriger, neben ihm ein 17 Jahre alter Jugendlicher. Der Fahrer räumte auf Befragung dann auch ein, mit der Waffe gedroht zu haben. Er händigte einen Schreckschussrevolver aus. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fielen den Polizeibeamten dann noch neben weiterer Schreckschussmunition ein Butterflymesser und eine Plastikdose mit diversen Pillen in die Hände. Die Waffen, Munition und Tabletten wurdenvon der Polizei sichergestellt. Gegen den 19-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Verstoß gegen das Waffengesetz unde Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Ob es auch zu einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz kommt, wird derzeit noch geprüft.

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